Sonntag, 9. Mai 2004

Pech für Anja Richter & Marion Reiff: Nur "Blech" für unsere Wassersprung-Asse

  • Verpatzter zweiter Pflichtsprung kostete Edelmetall
  • Richter war durch Entzündungen gehandicappt

Die österreichischen Wassersprung-Asse Anja Richter und Marion Reiff haben am Dienstag Abend ihre zweite EM-Synchro- Medaille nach Bronze 1997 in Sevilla knapp verfehlt. Die beiden Wienerinnen landeten beim Turm-Finale der Titelkämpfe in Madrid auf Platz vier, mit 282,18 Punkten fehlten ihnen 11,88 Zähler auf den Gewinn von Edelmetall.

Gold ging bei der fünften EM-Auflage dieses Bewerbs mit Annett Gamm/Nora Subschinski zum vierten Mal an Deutschland. Silber holte das spanische, Bronze das italienische Duo.

Richter und Reiff sprangen ein gutes Programm, lediglich der zweite Pflicht-Sprung ging daneben. Da rutschten sie auch von Zwischenrang vier auf sechs ab, mit den zweieinhalb Salti vorwärts mit einer Schraube und den zweieinhalb Delfin-Salti gehechtet kämpften sie sich aber wieder nach vor. Für das Aufrücken auf das Podest reichte es auch deswegen nicht, da das VÖS-Duo unterbewertet wurde. Die Lokalmatadorinnen Dolores Saez de Ibarra/Leire Santos kamen hingegen mit Heim-Tendenz der Unparteiischen auf Rang zwei.

Richter war mit dem undankbaren Platz natürlich nicht zufrieden: "Beim letzten Sprung haben wir noch ein bisschen überschlagen, das gab Abzüge. Ohne das allein hätten wir die Italienerinnen eher nicht mehr erwischt, aber wir hätten uns durchwegs eine bessere Benotung verdient." Reiffs Reaktion war ähnlich: "Unsere Leistung war so weit okay. Aber leider sind wir halt wieder einmal Vierte."

Schon des öfteren hatten Richter/Reiff "Blech" geholt, so u.a. bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney und auch schon auf EM-Ebene. Die Leistung der Österreicherinnen ist grundsätzlich hoch einzuschätzen, da Richter nach wie vor an ihrer Harnröhren- und Nierenbecken-Entzündung leidet. Erst am Vormittag hatte sie sich zu einem Antreten entschieden.

(apa)

9.5.2004 16:07