Samstag, 8. Mai 2004

Fußball: Tunesien zog Bewerbung um die Weltmeisterschaft 2010 zurück

  • Südafrika ist bei der Vergabe am 15. Mai klarer Favorit
  • Ägypten, Libyen, Marokko und Südafrika im Rennen

Vor der Entscheidung durch das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes FIFA hat Tunesien seine Bewerbung um die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 zurückgezogen. FIFA-Präsident Joseph Blatter erklärte in Kuala Lumpur, der Tunesische Fußball-Verbandes habe diesen Entschluss sowohl schriftlich als auch mündlich mitgeteilt. Damit sind bei der Vergabe am 15. Mai in Zürich noch Ägypten, Libyen, Marokko und Südafrika im Rennen.

Tunesien wollte die erste Fußball-WM auf afrikanischem Boden gemeinsam mit Libyen ausrichten. Dies lehnt die FIFA jedoch kategorisch ab. Der Weltverband stützt sich dabei auch auf das in dieser Woche publik gemachte Dossier der Inspektorengruppe, die Südafrika, Marokko und Ägypten die alleinige WM-Organisation zutraut. Dagegen erhielten Tunesien und Libyen schlechte Noten.

Offen ist, ob Libyen weiter bei seiner Kandidatur bleibt, obwohl es keinerlei Wahlchancen mehr hat. "Wir haben keine Nachricht aus Libyen", sagte Blatter am Rande der 50-Jahr-Feiern des Asiatischen Fußball-Verbandes.

Favorit bei der Wahl am kommenden Samstag ist Südafrika, das vor vier Jahren nur hauchdünn wegen einer Stimme an Deutschland gescheitert war. Die Inspektorengruppe setzte die Südafrikaner auf Platz eins ihrer Liste und bescheinigte dem Land "das Potenzial, eine großartige WM auszurichten". Auf Platz zwei landete Ägypten vor Marokko. (apa/red)

8.5.2004 12:39