Tennisturnier in St. Pölten bald mit Damen- beteiligung?
- Zusammenlegung mit Wien-Energie-Grand-Prix möglich
- Beide Turnierdirektor sind nicht abgeneigt
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Laut Turnierboss drei Tage "quasi ausverkauft"
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Serena Williams und
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Der neue Turnierboss des Tennisturniers ins St. Pölten, Ronnie Leitgeb, hat große Pläne für den Raiffeisen-GP. Sowohl "sein" Turnier, als auch der Wien-Energie-Grand-Prix der Damen finden in der Woche vor den French Open statt. Gerüchte über eine mögliche Zusammenlegung der beiden Großen Preise kursieren schon lange, Entscheidungen sind diesbezüglich noch keine gefallen, beide Turnierveranstalter halten sich diese Option aber offen.
"Wir schauen jetzt einmal wie unser Turnier heuer läuft. Aber wir haben in St. Pölten jedes Jahr Innovationen gehabt, die Damen wären eine mögliche Ergänzung", meinte der in Monte Carlo weilende Ronnie Leitgeb. Allerdings so Leitgeb, würde in diesem Fall das Herren-Turnier, für das er selbst die Lizenz besitzt, die "tragende Säule" bleiben. "Es wäre sicher wieder eine Belebung für unsere Veranstaltung und wir hätten in St. Pölten sicher auch genügend Platz dafür", so der ehemalige Muster-Manager und -Trainer.
Allerdings sei es für Gespräche darüber noch zu früh, denn Leitgeb will auch das diesjährige Turnier abwarten, das ja mit der Verpflichtung von Superstar Andre Agassi bisher unter den heimischen Turnierveranstaltern sozusagen den Vogel abgeschossen hat. Peter Michael Reichel sieht das ähnlich. "Eine Zusammenlegung würde sicher Sinn machen. Ob wir das schaffen, steht aber noch in den Sternen", so der Oberösterreicher. Auch er will aber abwarten, wie sein Turnier in Wien auf der Hohen Warte dieses Jahr läuft. U.a. hat ja auch Altstar Martina Navratilova um eine Wild Card angesucht.
Turnierdirektor Peter Michael Reichel
Während Reichel die Agenden des Turnierdirektors schon seit längerem sowohl in Linz als auch in Wien an seine Tochter Sandra abgegeben hat, fungiert Leitgeb heuer erstmals als Head-Turnierdirektor. "Früher habe ich mich mehr im Hintergrund gehalten, um einen Interessenkonflikt zu meiden, weil ich damals auch aktive Sportler auf der Tour trainiert habe. Das ist ja nun nicht mehr der Fall", erklärt der gebürtige Mödlinger, der am 13. Mai seinen 45. Geburtstag feiert.
Auch kolportierte Gerüchte, der Präsident des Kärntner Tennisverbandes wolle das Turnier künftig nach Kärnten holen, wollte dieser nicht bestätigen. "Unser Turnier ist die einzige, permanent wieder kehrende, große Sportveranstaltung im größten Bundesland Österreichs", weiß Leitgeb und mit Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll hat er ja auch einen Tennis begeisterten Förderer zur Seite. Tatsache ist aber, dass an der Traisen einige Verträge auslaufen, darunter auch der von Hauptsponsor Raiffeisen.
Leitgeb selbst hat seinen Lebensmittelpunkt weiterhin in Monte Carlo, wo er ein Fitness-Studio besitzt und auch Unternehmen mit gesundheitsorientierten Fitnesskonzepten berät. "Wir planen demnächst auch einen Standort in St. Moritz zu eröffnen", so Leitgeb. Österreich sei als Standort derzeit kein Thema.
(APA/red)
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