"profil": Mölzer hatte Ambitionen auf ersten FP-Listenplatz bei EU-Wahl
- FP-Kandidat glaubt nur an geringe Chance auf Mandat
- Mölzer: Martins EU-Liste ist "ultralinke Geschichte"
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Der unbequeme Quer-Einsteiger im Porträt
In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" erklärt Andreas Mölzer, auf der FPÖ-Liste für die EU-Wahlen an dritter Stelle gereiht, dass er sich "natürlich lieber auf Platz eins" der Liste gesehen hätte. FP-Spitzenkandidat Hans Kronberger sei aber ein guter Hintergrundarbeiter und "ein kompetenter Grün-Politiker".
Als Rechtsruck der FPÖ will Mölzer seine Nominierung nicht interpretieren: "Das wäre dann der Fall, wenn lauter Mölzers die ersten drei Stellen einnehmen würden." Sonderlich aussichtsreich sei seine Kandidatur aber ohnehin nicht. "Wir müssten 18 Prozent machen, damit ich ins EU-Parlament komme."
Dass er die FPÖ im EU-Parlament gerne in eine gemeinsame Fraktion wird dem Vlaams Blok, der Lega Nord oder der Front National führen möchte, sei eine "Überinterpretation". Mölzer: "Ich glaube allerdings, dass man eine Gesprächsfähigkeit zu allen demokratisch legitimierten Kräften suchen sollte, egal ob diese konservativ, rechts-liberal oder rechts sind."
Den mit einer unabhängigen Liste kandidierenden Hans-Peter Martin lobt Mölzer, weil dieser das Spesenthema "so spektakulär aufgegriffen hat". Martins Mitstreiter würden aus dessen Kandidatur jedoch eine "ultralinke Geschichte machen", so Mölzer im "profil"-Interview.
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