Ambitionierter Start der Grünen in den EU- Wahlkampf: FPÖ soll überholt werden
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Der unbequeme Quer-Einsteiger im Porträt
Die Grünen sind am Freitag offiziell in den EU- Wahlkampf gestartet. Bundessprecher Van der Bellen gab als Ziele aus, die zwei Sitze im Europaparlament zu halten und die Freiheitlchen zu überholen. Spitzenkandidat Voggenhuber geißelte die Untätigkeit der anderen Parteien in EU-Fragen. Die Listenzweite Lichtenberger plädierte dafür, Probleme wie Transit und Anti-Atom-Politik auf EU- Ebene zu lösen.
Die Spitzenkandidaten wurden zum Auftakt des Events von Parteichef Van der Bellen gleich einer kräftigen Belobigung unterzogen. Voggenhuber wurde vom Bundessprecher beschieden, einer der, wenn nicht überhaupt der profilierteste Europa-Politiker Österreichs zu sein. Lichtenberger wiederum sei als frühere Landesrätin und jetzige Nationalrats-Abgeordnete eine der erfahrensten Politikerinnen, die die Grünen aufzubieten hätten.
Dementsprechend ist Van der Bellen überzeugt, mit diesem Team auch ein gutes Ergebnis einfahren zu können, konkret das beste bundesweite Ergebnis in der Geschichte der Grünen. Denn für die anvisierten zwei Mandate sind plus/minus elf Prozent der abgegebenen Stimmen notwendig, betonte der Bundessprecher: "Das ist machbar, aber das ist keine kleine Aufgabe."
Voggenhuber forderte die Kontrahenten der anderen Parteien auf, sich konstruktiven Diskussionen zu stellen. Die fünf Wochen des Wahlkampfs sollten genutzt werden, um wenigstens fünf Tage miteinander über die Zukunft Europas zu sprechen - vom Burgtheater bis zum Salzburger Festspielhaus, überall sei er zu solchen Unterredungen bereit. Was der Wahlkampf nicht sein dürfe, sei zu diskutieren, wessen Scherpe noch rot-weiß-röter sei.
Lichtenberger plädierte dafür, gerade in Materien wie Anti-Atom- und Verkehrspolitik nach multinationalen Lösungen zu suchen: "Das Modell 'Wir Österreicher gegen den Rest der Welt. Wir Tiroler gegen den Rest Europas' hat nicht funktioniert." Wenn nun nicht die entsprechenden Weichen gestellt würden, habe man für die nächsten Jahre unendlich viele Chancen verspielt. Der Wahlslogan lautet übrigens: "Sie bestimmen! Am 13. Juni."
(apa)
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