EU-Wahl am 13. Juni: Hans-Peter Martin für 31 Prozent der Österreicher wählbar!
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Polit-Umfragen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen
Der frühere SPÖ-Spitzenkandidat und jetzige unabhängige Kandidat für die EU-Wahl am 13, Juni, Hans-Peter Martin, ist für 31 Prozent der Österreicher grundsätzlich wählbar. 32 Prozent schließen seine Wahl aus. Das geht aus einer OGM-Umfrage für den Fernseh-"Report" aus. 36 Prozent der Befragten haben von dem von den Europäischen Sozialdemokraten in Gefolge seiner "Spesenrittertum-Vorwürfe" ausgeschlossenen Martin eine gute Meinung, nur 23 Prozent eine schlechte Meinung. 37 Prozent kennen ihn nicht.
Vizekanzler Hubert Gorbach glaubt nicht, dass Martin der FPÖ bei der EU-Wahl die meisten Stimmen wegnehmen wird. Wer Aufdecker sein wolle, müsse eine weiße Weste haben. Da habe Martin einige Fragen zu klären, sagte Gorbach im "Report". Der Vizekanzler dementierte Gerüchte, wonach die FPÖ auch Martin gefragt haben soll, als FPÖ-Spitzenkandidat anzutreten. Auf die Frage, wer aller abgesagt habe, erklärte Gorbach, Hans Kronberger sei "die erste Wahl".
Einen EU-Beitritt der Türkei lehnte Gorbach ab. Das wäre eine "Überforderung" der EU. Die wirtschaftlichen, sozialen, religiösen und kulturellen Unterschiede seien zu groß.
Zur neuen Europäischen Verfassung wünscht sich der Vizekanzler eine EU-weite Volksabstimmung. Wenn es dazu nicht kommen sollte, müsse darüber diskutiert werden, ob in Österreich eine Abstimmung darüber abgehalten werden sollte. "Aber auch das kann ich mir vorstellen", sagte Gorbach. (apa)
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