Schwerer Irrtum: Polnische Polizei tötete bei Krawallen versehentlich 19-Jährigen!
- Auch das zweite Opfer ist gestorben
- Gummigeschosse mit scharfer Munition verwechselt
Die polnische Polizei hat in der Nacht auf Sonntag bei Auseinandersetzungen mit Hooligans in Lodz nach eigenen Angaben versehentlich einen 19-jährigen Mann getötet. Eine 23-jährige Frau ist am Montag an den Folgen der Schüsse gestorben. Ein weiterer 19-Jähriger ist schwer verletzt worden, als Polizisten bei Krawallen versehentlich mit scharfer Munition statt mit Gummigeschossen gefeuert hätten, teilte die Polizei laut der Nachrichtenagentur PAP mit.
Nach dem Nachladen einer Waffe habe ein Polizist insgesamt irrtümlich sechs scharfe Geschosse abgefeuert. Der Polizeichef von Lodz und sein Stellvertreter traten den Angaben nach umgehend von ihren Ämtern zurück.
Die junge Frau galt schon nach dem Zwischenfall als klinisch tot und wurde nur noch durch künstliche Beatmung am Leben erhalten. Ihre Angrhörigen gaben am Montag die Einwilligung, das Beatmungsgerät abzuschalten.
Zu den Auseinandersetzungen kam es nach Polizeiangaben, als eine Gruppe von Fußball-Hooligans gegen 02.00 Uhr eine Studentenfeier angriff. Bei den rund dreistündigen Krawallen seien mindestens ein Dutzend weiterer Hooligans und Studenten sowie zwei Polizisten verletzt worden. Medien berichteten dagegen von bis zu 70 Verletzten. 19 Menschen wurden nach Angaben der Behörden festgenommen. (apa)
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