Samstag, 8. Mai 2004

Angst vor Terror bei Olympia: Deutsche Sicherheitskräfte sollen Sportler schützen!

  • Elitetruppe begleitet deutsche Teilnehmer nach Athen
  • BKA dementiert die Einrichtung eines Sonderstabes

Angesichts der aktuellen Terrorgefahr sollen Sicherheitskräfte aus dem eigenen Land die deutschen Sportler zu den Olympischen Spielen nach Athen begleiten. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, soll das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) zum Schutz der Sportler einen Sonderstab eingerichtet haben. Außerdem werde erwogen, eine Abteilung der Elitetruppe GSG-9 zum Schutz der deutschen Sportler abzuordnen, hieß es. Das BKA dementierte die Einrichtung eines Sonderstabes.

Eine BKA-Sprecherin sagte, nach der derzeitigen Planung "werden zwar Kollegen vor Ort sein". Das BKA sei "aber schwerpunktmäßig beratend tätig". Angaben über die Zahl der Beamten, die nach Griechenland entsandt werden sollen, machte sie jedoch nicht.

Das deutsche Innenministerium lehnte am Samstag eine Stellungnahme zu einer möglichen Entsendung von GSG-9-Kräften ab. "Natürlich werden wir unsere Leute nach Athen schicken", erklärte eine Sprecherin. Möglicherweise sollten auch deutsche Einrichtung geschützt werden, der Abstimmungsprozess dazu sei jedoch noch nicht beendet.

Wie das Blatt weiter berichtete, sehen westliche Nachrichtendienste für die Spiele in Griechenland eine besondere Gefährdung durch islamistische und griechische Terroristen. Konkrete Drohungen gebe es nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden bisher aber nicht, hieß es. (APA/red)

8.5.2004 18:40