Sprengsatz entschärft: Polizei verhindert Attentat auf Synagoge in Pariser Vorort!
- Innenminister Villepin verurteilt Anschlagsversuch
Die französischen Behörden haben nach eigenen Angaben ein Attentat auf eine Synagoge in einem Vorort von Paris verhindert. In der Nacht auf Samstag sei im Garten der Synagoge in Villiers-le-Bel ein Sprengsatz entschärft worden, teilte Innenminister Dominique de Villepin mit. Villepin erklärte in einer Stellungnahme, er verurteile erneut "mit Entschlossenheit" derartige "nicht tolerierbare Taten", insbesondere gegen religiöse Orte.
Am Freitag in der Früh waren an einem jüdischen Denkmal im ostfranzösischen Fleury-devant-Douaumont bei Verdun Nazi-Schmierereien entdeckt worden. Sie bedeckten ein Denkmal für die jüdischen Todesopfer der Schlacht von Verdun im Ersten Weltkrieg. Erst eine Woche zuvor hatten unbekannte Täter 127 Gräber auf dem jüdischen Friedhof Hattstatt-Herrlisheim bei Colmar im Elsass geschändet. Sie beschmierten Stelen sowie den Eingang der Gräberstätte mit Hakenkreuzen und Parolen wie "Juden raus".
Am 8. Mai wird der Kapitulation von Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg im Jahr 1945 gedacht. Unter der Herrschaft der Nazis wurden ab 1933 zunächst in Deutschland und dann in ganz Europa rund sechs Millionen Juden umgebracht. (apa)
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