US-Einheit rückt gegen Büros des Rebellenführers Sadr in Bagdad vor
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Eine US-Einheit hat am Samstag mit Panzern und gepanzerten Fahrzeugen Augenzeugen zufolge zeitweilig die Büros des geistlichen Anführers der schiitischen Rebellen, Muktada el Sadr, in Bagdad umstellt. Zuvor hatte es Scharmützel zwischen schiitischen Aufständischen und britischen Truppen in Basra und in Amara gegeben.
Augenzeugen berichteten, mindestens zwei Panzer seien vor den Büros des aufständischen schiitischen Klerikers im Nordosten der irakischen Hauptstadt postiert worden. Aus dem Stadtteil Sadr City, der nach dem im Irak berühmten Vater El Sadrs benannt ist, sei Gefechtslärm zu hören gewesen, US-Kampfhubschrauber hätten über dem Gebiet gekreist. Berichte, wonach die Büros El Sadrs von US-Truppen bei dieser Aktion gestürmt wurden, konnten zunächst nicht bestätigt werden. Nach rund einer Stunde seien die US-Truppen aus dem Gebiet wieder abgerückt.
Hunderte bewaffnete Anhänger des Klerikers hatten zuvor am Samstag in der südirakischen Stadt Basra britische Soldaten angegriffen. Bei den Zusammenstößen waren Angaben einer Armeesprecherin zufolge mindestens zwei Iraker getötet worden. Drei britische Soldaten seien verletzt worden. Auch in der nördlich von Basra gelegenen Stadt Amara kam es zu Schusswechseln zwischen britischen Soldaten und Anhängern Sadrs. Hier wurden Augenzeugen zufolge mindestens drei Iraker getötet und acht weitere verletzt.
Ein Kommandant der Aufständischen drohte, deren so genannte Mahdi-Armee werde ihre Operationen fortsetzen, bis alle Besatzer aus dem Land seien. "Wir verlangen außerdem die Freilassung aller unserer Gefangenen", sagte Kassem Hassan.
Sadr hatte Anfang April einen Aufstand gegen die US-geführten Besatzungstruppen im Irak begonnen. Die USA wollen seine Miliz vor der für Ende Juni geplanten Machtübergabe im Irak ausschalten und haben erklärt, sie wollten ihn selbst tot oder lebendig fassen. Der Schiitenführer hält sich jüngsten Informationen zufolge in der Stadt Najaf, rund 160 Kilometer südlich von Bagdad, auf. (apa/red)
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