US-Armee erhebt Anklage gegen Soldatin: 21-Jährige ist auf Folter-Bildern zu sehen
- Gegen sechs Soldaten wurde bereits Anklage erhoben
- US-Soldatin: Wir sollten Gefangenen "die Hölle bereiten"
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Die US-Streitkräfte haben wegen der Misshandlung von irakischen Gefangenen Anklage gegen die 21-jährige Soldatin Lynndie England erhoben. Die Frau war auf Bildern zu sehen, wie sie lachend auf nackte Gefangene zeigte. Gegen sie wurde nun Anklage in vier Punkten erhoben, wie das XVIII. Luftlandekorps in Fort Bragg in North Carolina am Freitag mitteilte.
Unter anderem wird ihr Verschwörung mit einem anderen Soldaten vorgeworfen, von dem sie nach Angaben ihrer Familie im vierten Monat schwanger ist. Die Anklagepunkte werden nun überprüft, bevor sie vor ein Militärgericht gelangen können. Gegen sechs Soldaten wurde bereits Anklage erhoben, sieben erhielten einen Verweis.
Eine ebenfalls wegen der Misshandlungen im irakischen Abu Ghoreib-Gefängnis beschuldigte US-Soldatin hat nun zu den Vorwürfen gegen sie und andere Amerikaner Stellung genommen. Die Gefangenen seien bereits gefesselt und mit Kapuzen über den Kopf zur Militärpolizei gebracht worden, alleine oder in Gruppen, schilderte sie gegenüber der "Washington Post" in E-mails aus Bagdad: "Die Aufgabe der Militärpolizei war es dann sie wach zu halten, ihnen die Hölle zu bereiten um sie zum Sprechen zu bringen".
Ihre Militärpolizei-Einheit habe Anordnungen von Angehörigen des Militär-Geheimdiensts und Angehörigen von privaten Firmen entgegengenommen, die die Verhöre durchgeführt hatten, sagte Harman. Bei der Übergabe der gefesselten Iraker sei die Militärpolizei informiert worden, ob sie zu den Gefangenen "nett" oder "nicht nett" sein sollten. Die Gefangenen seien ausgezogen und durchsucht worden, dann hätten sie stundenlang knien oder stehen müssen. Die Iraker seien auch zu Übungen gezwungen worden um sie zu ermüden. (apa/red)
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