Über 15.000 Sprengköpfe: Atomwaffen des Kalten Krieges sind weiter bedrohlich
- USA und Russland besitzen immer noch 96 Prozent aller Nuklearwaffen
Auch rund 15 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges bedrohen die Nuklearwaffen der USA und Russlands nach Ansicht von Atomgegnern weiterhin die weltweite Sicherheit. Von 7.000 US-Atomsprengköpfen stünden 2.500 in ständiger Alarmbereitschaft, sagte die australische Kinderärztin Helen Caldicott am Freitag auf einem Kongress in Berlin.
Die meisten dieser Sprengköpfe seien gegen Ziele in Russland gerichtet. Umgekehrt ziele Russland mit den meisten seiner 8.200 Nuklearsprengköpfe auf die USA. Die beiden atomaren Supermächte besitzen demnach immer noch 96 Prozent aller weltweiten Nuklearwaffen.
Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus müsse es die erste Pflicht sein, dieses Arsenal sofort und bilateral abzurüsten, meinte Caldicott. Der Europäische Kongress "Atomwaffen und Atomenergie in einer instabilen Welt" (bis Sonntag) wird von den Internationalen Ärzten für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) organisiert. (apa)
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