Überfall auf polnisches TV-Team im Irak: Vermutlich zwei Journalisten getötet
- Vorfall ereignete sich südlich von Bagdad
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Unbekannte haben am Freitagmorgen ein Team des polnischen Fernsehens im Irak überfallen und dabei zwei Mitarbeiter, einen Polen und einen Algerier, getötet. Ein weiterer polnischer Mitarbeiter wurde verletzt, berichtete ein Fotograf der Europäischen Presse-Agentur (epa) vom Schauplatz. Der Vorfall ereignete sich in Latifiya, 30 Kilometer südlich von Bagdad. Nähere Einzelheiten wurden nicht bekannt.
Der polnische Fernsehsender TVP, der mehrere Teams im Irak hat, bestätigte den Tod der Journalisten zunächst nicht. "Wir hoffen, dass das nicht stimmt", sagte ein Sprecher des Senders. Derzeit werde der Verbleib der in der Krisenregion eingesetzten Mitarbeiter geprüft.
Der neue polnische Regierungschef Marek Belka plant nach Pressemeldungen einen Rückzug polnischer Truppen aus dem Irak. Belka erarbeite einen Zeitplan für einen Rückzug der knapp 2.500 polnischen Soldaten, hieß es unter Berufung auf Regierungskreise. Belka, der bis Ende März in der US-Zivilverwaltung im Irak für den Wiederaufbau der irakischen Wirtschaft zuständig war, trat am vergangenen Sonntag die Nachfolge des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Leszek Miller an.
(apa)
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