Wetterumschwung half beim Kampf gegen die Waldbrände in Kalifornien
- Temperatursturz und höhere Luftfeuchtigkeit
- Gebiet südlich von Los Angeles am stärksten betroffen

Beim Kampf gegen die verheerenden Waldbrände in Südkalifornien ist den Feuerwehrleuten ein Wetterumschwung zu Hilfe gekommen. Ein Temperatursturz von knapp zehn Grad Celsius und eine höhere Luftfeuchtigkeit hätten beim Eindämmen der sechs Brandherde südlich von Los Angeles geholfen, teilte die Feuerwehr und Polizei am Donnerstag mit.
Bisher sind nach offiziellen Angaben aus den Bezirken Riverside, Santa Barbara und San Diego 30 Häuser, Wohnwagen und Baracken sowie mehr als 10.000 Hektar Wald- und Buschland in den bis zu sechs Meter hohen Flammen verbrannt. Die Brände waren vor vier Tagen ausgebrochen. 14 Feuerwehrleute seien bei den Einsätzen rund um die Uhr bisher verletzt worden. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 3,4 Millionen Dollar (2,8 Millionen Euro).
Im Zusammenhang mit dem Ausbruch eines der Großfeuer ist ein 44-Jähriger festgenommen worden. Der Mann soll im Bezirk Riverside mit seinem Traktor unterwegs gewesen und schwere Metallketten hinter sich hergezogen haben. Das wiederholte Aufschlagen der Ketten auf den Asphalt soll einen Funkenflug und den Ausbruch eines der sechs Feuer verursacht haben.
Die Feuerwehrleute in Kalifornien sind besorgt, weil die Buschfeuer in diesem Jahr schon drei Wochen eher als im Katastrophenjahr von 2003 ausgebrochen waren. Rund zwölf Millionen Bäume in der Region sollen abgestorben sein. "Das ist trockenes Benzin, das sich ganz leicht entfacht", sagte ein Feuerwehrmann dem US-Nachrichtensender CNN.
Im vergangenen Jahr starben bei Waldbränden in dem Bundesstaat 24 Menschen, rund 3.400 Häuser wurden vernichtet und rund 300.000 Hektar Wald- und Buschland verbrannt.
(apa, red)
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