Freitag, 7. Mai 2004

Parteitag der FPÖ Vorarlberg: Egger mit 97 Prozent zum Gorbach-Nachfolger gewählt

  • Jubel für neuen Vorarlberger FPÖ-Obmann
  • Standing Ovations für den Vizekanzler

Erwartungsgemäß mit klarer Mehrheit wurde Dieter Egger zum neuen Vorarlberger FPÖ-Landesparteiobmann gewählt. Von 138 abgegebenen Delegiertenstimmen waren 133 gültig und 97 Prozent entfielen auf Egger. Bei Bekanntgabe des Wahlergebnisses um 18.45 Uhr brachen die Delegierten in Jubel aus.

Mit der Überreichung eines kompletten Pferdehalfters hat Vizekanzler Hubert Gorbach beim Vorarlberger FPÖ-Landesparteitag in Klaus (bei Feldkirch) sympolisch die Zügel der Landespartei an Nachfolger Dieter Egger übergeben.

Landesstatthalter Egger revanchierte sich mit einem Stück "Wiener Parkett" (auf dem sich Gorbach als Infrastrukturminister und Vizekanzler bestens zurechtfinde). Die FPÖ Vorarlberg werde das Erbe der Ära Gorbach gut verwalten, versprach Egger.

Gorbach selbst nahm nach zwölf Jahren an der Spitze der Ländle-Freiheitlichen Abschied von dieser Funktion und versprach, er werde keine Zurufe von außen machen, stehe aber immer für einen guten Rat zur Verfügung, wenn das gewünscht sei. "Ich bin und bleibe Vorarlberger, FPÖler, ich bin und bleibe euer Hubert", schloss Gorbach seine Abschiedsrede. Mit standing ovations dankten ihm Präsidium und Delegierte sowie die Gäste, darunter Ursula Haubner und Reinhart Waneck.

Als größten Erfolg seiner Obmannschaft erinnerte Gorbach an den fulminanten Sieg bei der letzten Vorarlberger Landtagswahl im September 1999. Damals war es ihm als freiheitlichen Spitzenkandidaten gelungen, die absolute Mehrheit der ÖVP zu brechen, auf 27,4 Prozent der Stimmen zu kommen und die Zahl der FPÖ-Landtagsmandate von sieben auf elf aufzustocken. Bei seiner erstmaligen Wahl zum Parteiobmann im April 1992 habe er - damals noch belächelt - als Ziel verkündet, zweitstärkste politische Partei in Vorarlberg zu werden und auf über 20 Prozent Stimmenanteil zu kommen, erinnerte Gorbach. Nun trete er zwar mit etwas Wehmut ab, melde aber nicht ohne Stolz: "Ziel erreicht, Auftrag erledigt". (apa/red)

7.5.2004 20:21