Freitag, 7. Mai 2004

Betrugsfälle im Geriatriezentrum Lainz aufgeflogen: Zwei Bewohner geschädigt

  • Unbekannte behoben Geld von deren Konten
  • Noch keine konkreten Verdächtigen

Mutmaßliche Betrugsfälle bei Patienten des Wiener Geriatriezentrums "Am Wienerwald" (GZW) sind am Freitag bekannt geworden. Wie die Leitung der Klinik mitteilte, sind von den Konten zweier Bewohner offenbar illegale Abhebungen durchgeführt geworden. Dabei seien Unterschriften gefälscht und "vierstellige Eurobeträge" abgehoben worden, sagte die ärztliche Direktorin, Rosenberger-Spitzy, zur APA.

Im Fall eines blinden 60-Jährigen waren auf den Kontoauszügen Bewegungen zu erkennen, die er nicht getätigt habe, erklärte sie. Als die Krankenschwester dem Mann wie üblich die Papiere vorlas, sei ihm aufgefallen, dass er gar nicht so viel überwiesen habe. "Wir haben daraufhin die Bank kontaktiert und sie gebeten, den Sachverhalt zu überprüfen." Dabei habe sich herausgestellt, dass die Unterfertigung manipuliert worden sei.

Im zweiten Fall ist das Geldinstitut von selbst tätig geworden, sagte Rosenberger-Spitzy: Bei einer Revision der Bank seien zwei Unterschriften eines 81-Jährigen aufgetaucht, die offenbar nicht stimmten. Der Verdacht war richtig: Auf Grund seiner Krankheit kann der Mann gar nicht mehr schreiben, sagte die Direktorin.

Konkrete Verdächtige gebe es derzeit noch nicht, sagte die Medizinerin: "Wir haben das sofort an die Polizei weitergeleitet, so ein Missbrauch gehört sofort aufgeklärt", betonte sie.

(apa)

7.5.2004 12:58