Dienstag, 4. Mai 2004

In Oberösterreich gestoppt: Insgesamt 700 Tiere in LKW-Transport!

  • Amtstierarzt stellte Tierquälerei fest
  • Tiere waren für Wildpark in der Türkei bestimmt

Aus dem Tiertransport, den die Autobahngendarmerie in Oberösterreich gestoppt hat, sind weitere Vögel verendet. Das teilte die zuständige Bezirkshauptmannschaft Schärding am Dienstag mit. Bei dem Transport waren insgesamt mehr als 700 Tiere in einem Lkw in engen Kisten zusammengepfercht. Weil der Amtstierarzt Tierquälerei feststellte, hatte die Fahrt unterbrochen werden müssen.

Die Tiere wurden bis zur Bereitstellung einer geeigneteren Transportmöglichkeit in einem Tierheim untergebracht. Wie sich am Dienstag herausstellte, ist die lebendige Fracht von einer Tierhandlung in den Niederlanden auf die Reise geschickt worden und ist für einen Wildpark in der Türkei bestimmt.

Die Bezirkshauptmannschaft hat der Handlung nun vorgeschrieben, wie der weitere Transport erfolgen muss. Die Einhaltung wird von den Behörden überprüft. Für die Transport-Kosten und jene der vorübergehenden Unterbringung in den oberösterreichischen Tierheim muss die Tierhandlung aufkommen.

Der Transport mit einem Pony, zwei Wasserschweinen, vier Lamas, vier Kängurus, 14 Hirschen, je 25 weißen und schwarzen Schwänen, aber auch Kronenkranichen, Graupapageien und 400 Sittichen ist von den österreichischen Gendarmen nach einem Hinweis aus Deutschland kontrolliert worden.

Als die Beamten die Planen des Lkw anhoben, kam ihnen ein stickiger Hitzeschwall entgegen. Die Tiere waren in engen Kisten untergebracht. Die Behälter waren ungesichert übereinander gestapelt. Sie hatten kaum Futter oder Wasser. Ein Ara und mehrere Sittiche waren schon verendet. (apa)

4.5.2004 16:37