Dienstag, 27. April 2004

Niki startet zur Flug-Offensive

  • Der Comeback-Airliner steigt in den Linienverkehr ein
  • Um 29 Euro nach Rom, Zürich oder Warschau

Niki contra AUA: Ab 20. Mai geht der Billig-Airliner mit einem fünften Airbus voll auf Kollisionskurs mit AUA. Und will im Herbst zur Totalexpansion abheben.

Niki Lauda holt zum nächsten Luftschlag aus: Nach dem Blitzstart als Ferienflieger Ende November des Vorjahres hebt seine Airline Niki jetzt auch voll im Linienverkehr ab. Ab 20. Mai wird der Comeback-Flugunternehmer drei weitere Ziele in Europa anfliegen, für den Herbst ist bereits der nächste Expansionsschub in Vorbereitung.
Mit der nun begonnenen Luft-Offensive startet Niki sechs Monate früher als geplant als echte Billig-Airline durch. Die definitive Entscheidung für die Aufstockung der Flotte – es wird ein fünfter Airbus geleast – ist Anfang dieser Woche nach beinharten Kalkulationen gefallen.

29-Euro-Tickets. Konkret fliegt Niki ab Wien zusätzlich zu seinen Ferienflügen und dem Spanien-Shuttle zweimal täglich nach Zürich, einmal täglich nach Rom und einmal täglich nach Warschau. Die Flüge können ab sofort gebucht werden, die Preise starten bei 29 Euro (inklusive aller Gebühren).

Laudas Frühstart im Liniengeschäft ist Resultat des Erfolgs seines täglichen Spanien-Shuttles. Via Mallorca werden gemeinsam mit dem Lauda-Partner Air Berlin – die deutsche Airline hält an Niki 24 Prozent – so gut wie alle wichtigen Destinationen in Spanien bedient. Lauda im NEWS-Gespräch: „Das Angebot ist super angenommen worden, wir fliegen mit einer Auslastung von 80 Prozent. Das hat uns ermutigt, jetzt rascher zu expandieren, als ursprünglich geplant.“

Kampf um den Osten. Die Fluglinie des Ex-Formel-1-Weltmeisters beginnt mit dem Einstieg in das Billigsegment jetzt ernsthaft im Revier des Platzhirschen Austrian Airlines zu wildern. Die AUA gibt sich dennoch gelassen, zumal vor allem der Ost-Markt noch genügend Potenzial im Flugverkehr bietet. Airline-Boss Vagn Sörensen geht außerdem davon aus, dass „es für die Billig-Airlines immer schwieriger und enger wird, weil die großen Airlines inzwischen auch billiger fliegen können“.

„Schreiben Gewinn.“ Lauda ist freilich dennoch fix davon überzeugt, dass sein Einstieg in das Liniengeschäft voll einschlägt. Sein Umsatzziel hat er jedenfall bereits deutlich nach oben revidiert. In Summe soll seine Airline heuer bereits 75 Millionen Euro einfliegen. Bereits fix für das erste volle Geschäftsjahr eingebucht ist auch ein Gewinn. Lauda: „Es wird auf jeden Fall schwarze Zahlen geben.“

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PLUS: Countdown zum Linien-Start

27.4.2004 15:47