Eishockey-WM: Das Hockey-Wunder
- Österreichs junges Power-Team sorgt in Tschechien für Furore.
- Vanek, Pöck & Co sind auch bei NHL-Managern heiß begehrt.

Mit 14 Jahren ist Thomas Vanek von Baden bei Wien aus aufgebrochen, um in der großen Eishockeywelt Nordamerikas sein Glück zu versuchen. Mit gerade 20 Jahren zählt der Student der University of Minnesota zu den herausstechendsten Spielern einer österreichischen Eishockey-Nationalmannschaft, die bei der WM 2004 in Tschechien spätestens seit dem hochverdienten 2:2-Unentschieden gegen den regierenden Weltmeister und Olympiasieger Kanada in aller Munde ist.
Top-Cracks. Gegen die Erfinder des schnellsten und härtesten Mannschaftssports der Welt verblüffte der 1,98 Meter große und 90 Kilo schwere Modellathlet Freund und Feind mit seinen rasanten Sturmläufen und Dribblings, erzielte bei seiner ersten WM-Teilnahme gegen den haushohen Favoriten auch ein spektakuläres Tor zum 2:0 für die Österreicher, sein erstes WM-Tor überhaupt. In der amerikanischen College-League ist Thomas Vanek, dessen Eltern ursprünglich aus Tschechien und der Slowakei stammen, längst eine Fixgröße: bester Scorer der Liga, auf der NHL-Nachwuchs-Transferbörse als Nummer vier unter über 250 Spielern gesetzt.
Auch der ebenfalls erst 20-jährige Wiener Oliver Setzinger, bei der WM einer der antrittsschnellsten Spieler auf dem Eis und derzeit noch beim finnischen Spitzenklub Hämmenlinna in NHL-Abrufposition, steht für die neue Powerplay-Generation im rotweißroten Eishockey.
Genauso wie Thomas Pöck, 22, Sohn des österreichischen Teamchefs Herbert Pöck, für den heuer mit den ersten Einsätzen als Verteidiger der New York Rangers mehr als nur ein Bubentraum in Erfüllung gegangen ist. Immerhin steht er dort mit Größen wie dem tschechischen NHL-Superstar Jaromir Jagr in einer Mannschaft.
US-Lockruf. Auch dem 22-jährigen Bernd Brückler, in der österreichischen Nationalmannschaft derzeit nur die Nummer drei unter den Torhütern, winkt schon demnächst eine Karriere in der National Hockey League (NHL), der besten und teuersten Eishockeyliga der Welt. Beim College-Team der University of Wisconsin holt er sich dafür den letzten Schliff.
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