Neuer Vorstandsvorsitzender bei VA Tech: Infrastruktur-Leiter Sernetz folgt Becker
- Noch keine Entscheidung über künftigen Finanzvorstand
- Heute ordentliche Hauptversammlung in Linz
Mag. Klaus Sernetz wurde im Rahmen der heutigen ordentlichen Hauptversammlung der VA Tech AG in Linz zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestimmt, gab Aufsichtsratspräsident Peter Michaelis bekannt. Sernetz, der seit 2002 Mitglied des VA Tech-Vorstandes und Leiter des Bereichs Infrastruktur ist, folgt dem Ende August 2004 ausscheidenden Erich Becker nach.
Zum neuen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der VA Tech wurde heute Dipl.Ing. Gerhard Falch nominiert, der ebenfalls seit 2002 im VA Tech-Vorstand als Leiter des Industrieanlagenbaus (VAI) tätig ist.
Noch keine Entscheidung gab es heute über den künftigen Finanzvorstand, der dem Ende Juni 2004 ausscheidenden Roland Scharb folgen soll, der auch Stellvertreter von Becker ist. Die Entscheidung werde unter Einbeziehung des designierten neuen Vorstandsvorsitzenden unter zwei Kandidaten erfolgen, gab Michaelis in einer Adhoc-Aussendung heute Donnerstag bekannt.
ÖIAG für Zuführung von Eigenkapital
Die ÖIAG befürwortet grundsätzlich die Zuführung von Eigenkapital an die VA Tech, deren formelle Grundlagen ebenfalls bei der heutigen ordentlichen Hauptversammlung des börsenotierten Technologiekonzerns in Linz geschaffen werden sollen. Zeitpunkt und Umfang der Gebrauchnahme der Ermächtigung zur Kapitalerhöhung - um bis zu 50 Prozent des Grundkapitals - würden Vorstand und Aufsichtsrat der VA Tech bestimmen.
Der für spätestens 2006 vorgesehene Privatisierungsauftrag der Bundesregierung stehe einem Mitziehen der ÖIAG bei einer Kapitalerhöhung aber ebenso entgegen wie die Kursentwicklung der VA Tech-Aktie seit der Abgabe des 9-Prozent-Anteils durch die ÖIAG im Vorjahr, nämlich von damals rund 24 Euro auf derzeit rund 42 Euro.
AK: Grasser soll Staatsanteil beibehalten
Diese Gegebenheiten machten einen Wiedereinstieg der ÖIAG bei VA Tech aus wirtschaftlichen Gründen schwer nachvollziehbar und würde von den Kapitalmärkten als unverständlicher Zickzack-Kurs beurteilt werden.
Die AK hatte die ÖIAG und Eigentümervertreter Finanzminister Karl-Heinz Grasser aufgefordert, den Staatsanteil an VA Tech unverändert beizubehalten und die Kontrolle über das Technologie-Unternehmen nicht "mutwillig aufzugeben". (apa/red)
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