Teamchef Hans Krankl: "Köpfe auf einen verdammt schweren Herbst fokussieren"
- "Wenn Einstellung stimmt, haben wir Chancen"
- Neo-Kapitän Schopp: "Team hat irrsinniges Potenzial"
Die EM verfolgen unsere Kicker bekanntlich nur vor dem Fernseher. Nach der EURO in Portugal will Krankl mit seinen Schützlingen aber allen zeigen, dass mit dem Team zu rechnen ist. "Die Pause im Sommer werden alle Teamspieler nützen, um ihre Akkus aufzuladen. Sie sollen ihre Köpfe auf den verdammt schweren Herbst fokussieren."
Nach dem 1:1 in der Slowakei und dem ersten Heimländerspiel des Jahres gegen Luxemburg in Innsbruck wartet auf Rot-Weiß-Rot vor dem Start in der WM-Qualifikation zunächst noch der Test gegen EM-Starter Russland in Graz. Das Jubiläumsspiel gegen Vize-Weltmeister Deutschland im Ernst Happel-Stadion gilt dann schon als als letzter Test für die Bewerbs-Partien gegen England, Polen, Wales, Nordirland und Aserbaidschan. "Wir wissen was uns erwartet. Aber wenn die Einstellung stimmt und jeder bereit ist, bis an die Grenzen zu gehen, dann haben wir unsere Chancen. In der EM-Qualifikation standen wir im Heimspiel gegen Gruppensieger Tschechien ja schon kurz vor einem Sieg."
Gute Stimmung
Der ÖFB-Teamchef ist stolz darauf, dass die "Spieler mit Freude zur Nationalmannschaft kommen. Die Stimmung im Team ist wirklich immer sehr gut." In Anlehnung an Otto Baric, seinen Vorgänger und auch ehemaligen Vereins-Trainer bei Rapid, gibt sich Krankl als Motivations-Künstler: "Trainieren vor den Partien kann man aus Rücksicht auf Regeneration nur minimal. Doch die Stimmung muss ich versuchen zu heben und werde ich immer heben."
Die Zukunft mit Blickrichtung Heim-EM 2008 und die tollen Nachwuchs-Ergebnisse bei U17- und U19-EM sind im Österreichischen Fußball-Bund anlässlich des hundertjährigen Verbands-Bestehens nach wie vor die große Hoffnung auf eine neue Erfolgs-Ära. Mit Future- bzw. Challenge-2008-Team wurden die Bemühungen intensiviert. Erste Erfolge sind sichtbar, doch derzeit "bezahlt" man im ÖFB noch für Versäumnisse der Vergangenheit.
Stickler: "Werden Früchte der Nachwuchs-Arbeit ernten"
"Man braucht nicht darüber zu diskutieren, dass jahrelang im Nachwuchs zu wenig gemacht wurde. Wir haben unsere Bemühungen in diesen Bereichen aber derart intensiviert und werden dafür auch die Früchte ernten. Doch es geht nichts von heute auf morgen", bekennt ÖFB-Präsident Friedrich Stickler.
Von den Spielern der Nachwuchs-Auswahlmannschaften schaffen jedoch immer mehr den Sprung ins Ausland, tolle Resultate unterstreichen dazu die harte Arbeit in den Akademien. Die Gedulds-Probe für die heimischen Fußball-Fans mit dem aktuellen A-Team soll auch bald ein "Happy End" haben. Markus Schopp, als Kapitän gegen Luxemburg Stellvertreter für den verletzten Jungstar Andreas Ivanschitz, ist optimistisch für die kommenden Aufgaben: "Das Nationalteam ist nach wie vor die wichtigste Standardbestimmung. Es ist ein irrsinniges Potenzial in der Mannschaft und jeder muss versuchen, dies auch abzurufen. Wir waren jetzt schon knapp dran, dass auch die Ergebnisse dementsprechend stimmen. In Zukunft soll dies aber wieder öfter der Fall sein."
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