Montag, 26. April 2004

Ungewohnte Rolle: Das ÖFB-Team geht wieder als Favorit in ein Länderspiel

  • Standfest und Haas ersetzen Ehmann und Katzer
  • PLUS: Diashow - Diese Kicker laufen für Österreich auf!

Mit einem lockeren Training im Tivoli neu nahm Österreich am Montag die Vorbereitung auf das freundschaftliche Länderspiel am Mittwoch gegen Luxemburg auf. "Wir sind nach langem wieder einmal Favorit und werden versuchen, dieser gerecht zu werden", gab Krankl nach dem Training zu Protokoll. Verzichten muss der Teamchef nun doch auf die Verletzten Toni Ehmann (Knöchel) und Markus Katzer (Adduktoren) verzichten. Standfest und Haas rücken nach.

"Ich hoffe, dass viele Zuschauer dabei sind und dieses wunderschöne Stadion füllen. Eine tolle Kulisse gehört dazu", startete der Ex-FC Tirol-Trainer einen Aufruf für ein Fest in Rot-Weiß-Rot. Nachwuchs-Mannschaften und Kinder, die in Österreichs Farben zum Heimdebüt der neuen Dressen kommen, erhalten dabei freien Eintritt. "Wir müssen den nötigen Respekt vor dem Gegner besitzen und es ähnlich angehen wie gegen Weißrussland.

Krankl verspricht offensives Spiel
Diese Partie ist ein wichtiger Test für das WM-Qualifikationsspiel im Herbst gegen Aserbaidschan", zog Krankl einen Vergleich mit dem bisher letzten Länderspiel in Innsbruck, als es ein überzeugendes 5:0 gegeben hatte. "Wir werden versuchen, Torchancen herauszuspielen und das Spiel offensiv anzulegen. Alles andere als ein Sieg gegen Luxemburg wäre eine Enttäuschung."

Auch Lokalmatador Roland Kirchler blickt dem Heimspiel optimistisch entgegen. "Es ist immer schön, wenn ich die Berge sehe. Wir werden versuchen, ein gutes Spiel zu zeigen und die neuen Dressen würdig einzuweihen. Es wäre schön, würde sich der Patriotismus mit Rot-Weiß-Rot auf das Feld übertragen." Zur Zeiten seines Salzburg-Engagements gab es für den Tiroler Pfiffe in der Heimat, aber "dieser Käse" ist für den mittlerweile zu Pasching gewechselten Routinier "gegessen".

Dass er im Montag-Training mit dem 10er auf dem Rücken auf den Platz lief, war für Kirchler eher Zufall. "Weil ich der Älteste bin, hab ich mir den Zehner genommen. Aber das wird nie meine Position sein. Es gibt keinen Superstar, die Zeiten eines Herzog oder Polster sind vorbei. Der Star ist die Mannschaft", sagte der Offensiv-Spieler.

Neo-Teamgoalie Schranz zuversichtlich
Diese Geschlossenheit stellte auch Neuling Andreas Schranz in den Mittelpunkt. "Charakterlich ist die Mannschaft wirklich in Ordnung. Neue Spieler werden sehr gut aufgenommen. Es ist so ähnlich wie beim GAK, das Gerippe stimmt." Nach dem 3:1-Erfolg im Spitzenspiel stimmt beim Torhüter der auf Titelkurs befindlichen Rotjacken auch das Selbstvertrauen: "Das Selbstvertrauen passt. Es läuft gut für uns, denn dieser Sieg war ein wichtiger Schritt zum großen Ziel. Jeder Einzelne will die Chance nutzen und spürt, dass der Meistertitel jetzt das erste Mal wirklich greifbar ist."
(apa/red)

26.4.2004 14:19