Freitag, 30. April 2004

BL-Saison 2004/05: Vorläufig keine Lizenz für Salzburg, Admira und Wörgl

  • Die übrigen 17 Oberhaus-Klubs erhielten Sanctus
  • Trio für den weiteren Instanzenweg optimistisch

Die österreichischen Fußball-Bundesligisten Admira und SV Salzburg sowie der Erstligist SV Wörgl haben vorläufig nicht die Lizenz für die kommende Saison erhalten. Den übrigen 17 Oberhaus-Klubs wurde schon in erster Instanz der Sanctus für das Spieljahr 2004/05 erteilt, wie sämtliche Vereine gegenüber der APA bestätigten.

Der dafür zuständige Senat 5 der Bundesliga unter dem Vorsitz von Thomas Hofer-Zeni verwehrte den drei Klubs am Freitag die Spielgenehmigung, allerdings darf das Trio noch auf zwei weitere Instanzen hoffen: Bei einem schriftlichen Einspruch bis 10. Mai entscheidet das Lizenz-Protestkomitee bis 17. Mai, danach würde den Vereinen noch der Gang vor das Ständige Neutrale Schiedsgericht (Urteil bis 31. Mai) bleiben.

Die drei "Lizenzlosen" können bis 10. Mai neue Unterlagen vorbringen. Sollten sie auch beim Protestkomitee scheitern, dürfen sie vor der Entscheidung des Ständigen Neutralen Schiedsgerichts keine Ergänzungen zu den bisher vorliegenden Dokumenten mehr vornehmen.

Die Mozartstädter scheiterten nach eigenen Angaben im ersten Anlauf, weil einige Details "nicht rechtzeitig eingereicht" wurden. "Die Unterlage ist inzwischen fertig und wurde dem Senat 5 der Bundesliga übermittelt, eine für die erste Instanz rechtzeitige Prüfung war jedoch nicht mehr möglich", hieß es in einer Salzburg-Aussendung.

Dem weiteren Verlauf des Verfahrens blicken die Salzburger zuversichtlich entgegen. "Der SV Wüstenrot Salzburg hat jetzt aber sämtliche Auflagen der Kommissionierung erfüllt und erwartet demnächst eine positive Entscheidung der Bundesliga und somit die Lizenzvergabe für die T-Mobile-Bundesliga-Saison 2004/05", hieß es in der Stellungnahme der Salzburger, die "mit einer positiven Entscheidung innerhalb der Protestfrist" rechnen.

Ähnlich gelassen nahm Admira-Boss Hans-Werner Weiss die Nachricht von der vorläufigen Lizenz-Verweigerung auf. "Es sind nur noch einige Formaldinge zu erledigen, wir müssen noch zwei Nachweise erbringen", erklärte Weiss. "Wir haben finanziell keine Probleme, haben heuer sogar Gewinne gemacht. Ich bin für das weitere Verfahren sehr zuversichtlich."

In diese Kerbe schlug auch Wörgl-Obmann Andreas Widschwenter. "Wir haben ohnehin gewusst, dass wir die Lizenz nicht in der ersten Instanz bekommen. Bei unserem Budget ist noch eine Kleinigkeit offen, ich bin aber absolut zuversichtlich, dass wir die Spielgenehmigung im zweiten Anlauf erhalten", sagte der Obmann, dessen Optimismus sich vor allem auf die in dieser Woche erfolgte Zusage des Wörgler Stadtrats über eine finanzielle Unterstützung von 100.000 Euro gründet. (APA/Red.)

30.4.2004 12:32