GAK will von Titel-Gratulationen noch nichts wissen: "Noch vier harte Runden"
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Die Abschlusstabelle
der Saison 2003/04
Der erste Meistertitel der Vereinsgeschichte ist für den GAK in greifbare Nähe gerückt. Trotzdem wollen die "Roten Teufel", noch keine Titel-Gratulationen entgegen nehmen. "Das werden noch vier ganz harte Runden. Es ist noch nichts entschieden", tritt Walter Schachner auf die Euphorie-Bremse. Günter Kronsteiner nimmt sich selbst bei der Nase: "Wir haben es selbst vergurkt."
"Schoko" gesteht jedoch zu, dass seine Mannen nun eine Riesenchance hätten und psychologischer Favorit seien. Die Steirer, die in allen Belangen stärker waren, haben mit zwei 3:1-Siegen (Cup gegen Rapid) die Wien-Tage erfolgreich absolviert.
"Danke, Danke, Danke an meine Mannschaft, die eine reife Leistung geboten und in diesem Spiel selbst mich überrascht hat", meinte der Erfolgstrainer des GAK, der von seinem Präsidenten nach der 13. Runde ohne Niederlage in den Katakomben geherzt wurde. "Es liegen zwar noch vier schwere Spiele vor uns, aber nun haben wir den Titelgewinn in der eigenen Hand", erklärte Rudi Roth freudig. Kapitän Toni Ehmann, der im Finish verletzt ausgeschieden war, bezeichnete Gratulationen als "verfrüht". Ehmann fällt mit Bändereinriss aus, hofft je nach Heilungsverlauf mit einem Comeback gegen Ried im Cup oder im Derby gegen Sturm.
"Wenn die Austria nicht vor dem GAK liegt, passt dort was nicht"
Es wäre aber ein tolles Gefühl, auch das zweite Spiel im Horr-Stadion gewonnen zu haben. "Die drei Punkte haben uns nicht viele zugetraut. Das 3:1 war ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir boten eine gute Leistung und hatten alles im Griff. Das gibt uns Selbstvertrauen und Moral für die letzten vier Spiele", so Ehmann, der es mit GAK-Manager Hannes Wenninger ("Wir denken nur von Spiel zu Spiel") hält. Roland Kollmann bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: "Austria hat das leichtere Los, wir brauchen noch zehn Punkte."
Einen Seitenhieb auf seinen Ex-Klub vermochte sich Schachner nicht zu verkneifen. "Wenn die Austria nicht vor dem GAK liegt, passt dort was nicht", bemerkte er auf der Pressekonferenz und erzählte, dass er die ganze Woche über seinen Schützlinge gepredigt habe, dass die Tagesform das Spiel entscheiden werde. "Wir hatten einen sehr guten Tag und die Austria, die viel besser spielen kann, einen schlechten." Für die welken Veilchen war es an diesem kühlen Nachmittag im achten Spiel seit der Löw-Ablöse die erste Niederlage.
Kronsteiner: "Werden bis zum Schluss alles versuchen"
Verlierer Günter Kronsteiner machte aus seinem Herzen keine Mördergrube und streute seinem Widerpart, mit dem er einst den Trainerkurs absolviert und in Donawitz gekickt hatte, Blumen. "Ich glaube, dass der GAK in dieser Form sich den Titel nicht mehr nehmen lassen wird. Doch wir werden bis zum Schluss noch alles versuchen, über unser schwaches Abwehrverhalten muss ich mir jedoch Gedanken machen", meinte Austrias Teammanager, der von einer auch in dieser Höhe verdienten Niederlage sprach.
Radoslaw Gilewicz fand für die Schlappe mit Ausnahme seines zu Unrecht annullierten Tores ("die entscheidende Szene") keine richtige Erklärung, glaubt aber, dass "der Titel noch nicht weg ist, weil beide Teams noch vier schwere Spiele vor sich haben." Kronsteiner nannte die Hauptgründe für das Versagen klipp und klar: "Wir haben unser Spiel dem Gegner nicht aufzwingen können und unsere Torchancen nicht genützt. In der Pause tankten wir neuen Mut, doch nach dem Ausschluss war`s schnell aus. Der GAK hat einfach gut - besser und cleverer als wir - gespielt." (apa/red)
