Schiri Meier gesteht Fehler bei Gilewicz-Tor ein: "Ein entscheidender Fehler"
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Die Abschlusstabelle
der Saison 2003/04
Während der GAK nach dem 3:1-Sieg bei der Austria jubelt und der erste Meistertitel der Vereinsgeschichte in greifbare Nähe gerückt ist, herrscht bei den Veilchen Katzenjammer. Für Diskussionen sorgte auch der aberkannte aber reguläre Treffer von Rado Gilewicz. Schiri Meier gesteht nach TV-Studium reumütig ein: "Ein entscheidender Fehler in einer entscheidenden Partie, der mir Leid tut und mich die nächsten Nächte nicht schlafen lassen wird."
Aber nicht er war schuld daran, dass die Austria dieses wichtige Spiel und letztlich vielleicht auch den Titel verloren hat. "Ich muss mich auf meinen Assistenten an der Linie verlassen können", meinte der FIFA-Referee und Besitzer eines Sportartikel-Geschäftes in der Nähe von Zürich.
Österreichs oberster Schiedsrichter-Fachmann Gerhard Kapl stimmte der Erklärung des 45-Jährigen, der Ende 2004 sein Pfeiferl aus Altersgründen an den Nagel hängen muss, vollinhaltlich zu. "Es war ein Fehler von Martin Iseli, das Tor war korrekt", sagte der Steirer.
Kappl beteuerte, dass im Nachhinein immer alles an den Schiedsrichtern hängen bleibe. "Aber wir sind bemüht, stets die bestmöglichen Schiedsrichter zu holen und zu nominieren." Damit nahm er auch gleich all jenen Kritikern den Wind aus den Segeln, die nun wieder das Engagement "Schwarzer Männer" aus dem Ausland in Frage stellen. Hätte sich ein österreichisches Referee-Trio in dem äußert brisanten Spiel diese Unachtsamkeit geleistet, wären die "Übeltäter" wohl in der Luft zerrissen worden.
Kronsteiner macht Meier keinen Vorwurf
Aber so fielen die Reaktionen ruhig und sachlich aus. Roland Kollmann, der das vorentscheidende 2:0 für die Gäste und sein 23. Saison-Tor erzielt hatte, wusste nach dem Ansehen der TV-Bilder, was er zum Schiedsrichter zu sagen hatte: "Danke schön Herr Meier!" GAK-Kapitän Toni Ehmann konnte zum aberkannten Tor nichts sagen, weil er nichts gesehen hatte. Gedämpft und eher zurückhaltend kommentierten auch die Verlierer den vermeintlichen Ausgleich, durch den der Spielverlauf und am Ende auch das Ergebnis möglicherweise vielleicht anders ausgesehen hätte.
"Das Gilewicz-Tor war zwar zu 100 Prozent regulär, aber ich mache Herrn Meier überhaupt keinen Vorwurf. Seine Pfiffe sind Tatsachenentscheidungen, es ist müßig, darüber zu reden. Wir hätten das Spiel selber entscheiden müssen, Chancen dazu hatten wir genügend", sagte der violette Teammanager Günter Kronsteiner ruhig und sachlich. Und Pechvogel Gilewicz fügte mit hängendem Kopf hinzu: "Mein Tor war regulär und die entscheidende Szene dieses Spieles."
"Rote Karte hat mehr geschadet"
Über das angebliche Handspiel im Strafraum von Ehmann (23.), der den Ball - wie die ORF-Aufnahmen später ebenso eindeutig bewies - nicht an die Hand, sondern an den Kopf bekam, und die gelb-rote Karte (57.) für Dheedene, dessen Hand im Kopfball-Duell im Gesicht von Muratovic gelandet war, gab es überhaupt keine Diskussionen. "Didi hat uns mehr geschadet als das nicht anerkannte Tor von Gilewicz in der 34. Minute kurz nach dem 0:1", so Kronsteiner in seiner Analyse.
(apa/red)
