"Dumm oder blind": Wütender Montoya attackiert Schumacher nach GP von Imola
- Kolumbianer wütend auf "unfairen Stil" des Deutschen
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Schumis 7. Triumph oder Wachablöse?
Vierter Sieg im vierten Rennen. Die "Formel fad" ist sportlich langweiliger denn je, der siebente Titel für Schumacher wohl schon jetzt so gut wie sicher. Heiße Zweikämpfe auf den Rennstrecken sind Mangelware, dafür geht's abseits der Piste hoch her. Juan Pablo Montoya attackiert Schumacher! In der ersten Runde hat der Deutsche knallhart seine Linie verteidigt, was dem kolumbianischen Heißsporn sauer aufstößt.
Der deutsche Boulevard zitiert "Monty" heute mit den Worten: "Entweder du bist dumm oder blind." Grund: Schumacher verteidigte in der ersten Runde als Zweiter hinter Button seine Line knallhart, Montoya musste in der Tosa-Kurve deswegen ins Gras. Der Deutsche will seinen Konkurrenten aber nicht gesehen haben, was Montoya nur noch weiter in Rage brachte.
Selbst nach der Zielflagge teilte er "Schumi" mit einer eindeutigen Handbewegung vom Cockpit aus mit, was er von ihm hält. Um danach völlig überzuschäumen. "Traurig, dass man mit so einem unfairen Fahrstil ungestraft davonkommt", flucht Montoya via BILD-Zeitung. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen nahm seinen Piloten in Schutz. "Unter der Anspannung des Rennens reagiert er sehr emotional."
Die Experten sehen den Weltmeister aber im Recht. "Striezl" Stuck und Niki Lauda unisono: Hartes aber korrektes Verhalten, Montoya hätte in dergleichen Situation genauso reagiert. Ist der Kolumbianer auf der Strecke doch auch kein Kind von Traurigkeit. Und auch Rennleiter Charlie Whiting erteilt Schumi die Absolution und verzichtet auf Sanktionen.
Vom Imola-Sieger kommt indes Häme für seinen Rivalen. "Vielleicht sollte ich nächstes Mal den Blinker setzen". Wer den Schaden hat, braucht für den Spott eben nicht zu sorgen.
BMW "meilenweit davon entfernt, schnell zu sein"
Die Reaktion Montoyas beweist aber einmal mehr, dass die Konkurrenz der Ferrari-Dominanz rat- und machtlos gegenüber steht. Wieder einmal ist in Imola die Strategie der Scuderia voll aufgegangen, "überholte" Schumacher Button in der Box und fuhr danach einen überlegenen Sieg trocken nach Hause.
"Wir sind meilenweit davon entfernt, schnell zu sein", spart Montoya auch nicht mit Kritik dem eigenen Team gegenüber. Auch Button, der im BAR zum ersten Ferrari-Herausforderer gereift ist erkennt die Dominanz der Scuderia an. "Sie liegen sehr weit vor den anderen und sind derzeit nicht zu schlagen."(APA/red)
