Polit-Streit um Bundespräsidenten-Amt: Kann Heinz Fischer das Image retten?
- 29% der Nichtwähler: Präsident überflüssig!
- MITSTIMMEN! Braucht Österreich einen Präsidenten?
·Brauchen wir einen Bundespräsidenten?
Heiße Diskussion entbrannt: Mitstimmen!
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Nur 70,76 Prozent schritten zu den Urnen
Braucht Österreich einen Bundespräsidenten? Zwei Millionen gingen nicht zur Wahl. Das wichtigste Motiv fürs Zuhausebleiben: 29% aller Nichtwähler halten das Amt des Präsidenten für überflüssig! 25% der Nichtwähler hielten sowohl den Sieger und SP-Kandidaten Heinz Fischer als auch VP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner als Staatsoberhaupt für ungeeignet! Auch unter Politikern ist eine hitzige Diskussion ums höchste Amt im Staat entbrannt. Jörg Haider etwa könnte auf einen Präsidenten verzichten.
Fischer verdankt seinen Wahlsieg der stärkeren Mobilisierung der eigenen Anhängerschaft. 83 Prozent der SPÖ-Wähler der Nationalratswahl 2002 haben ihr Kreuzerl beim SPÖ-Kandidaten gemacht, geht aus der SORA-Wählerstromanalyse für den ORF hervor. Ferrero-Waldner konnte nur 69 Prozent der ÖVP-Wähler von 2002 überzeugen.
20 Prozent der ÖVP-Wähler - in absoluten Zahlen mehr als 400.000 - sind laut SORA überhaupt zu Hause geblieben. Zum Vergleich: Der Vorsprung Fischers auf Ferrero-Waldner beträgt laut dem vorläufigen Endergebnis knapp 200.000 Stimmen. Von den früheren SPÖ-Wählern haben diesmal 199.000 nicht abgestimmt.
Viele ÖVP-Wähler stimmten für Fischer
Die Volkspartei hat zudem stärker in Richtung des Kontrahenten verloren. 247.000 ÖVP-Wähler von 2002 - das sind zwölf Prozent - haben für Fischer gestimmt. Die SPÖ hingegen hat lediglich 115.000 Wähler - sechs Prozent - an Ferrero-Waldner verloren.
Fast jeder zweite FPÖ-Wähler blieb daheim
Bei den früheren Wählern von FPÖ und Grünen macht sich deutlich bemerkbar, dass diese Parteien diesmal keine eigenen Kandidaten aufgestellt haben. Vor allem die rund 500.000 FPÖ-Wähler von 2002 haben daher das Interesse an der Präsidentenwahl gar nicht erst gewonnen, 45 Prozent von ihnen sind zu Hause geblieben. Die anderen haben sich zu mehr als 85 Prozent für Ferrero-Waldner entschieden.
(apa/red)
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