Nach der BP-Wahl: SPÖ sieht ÖVP in "falschem Film"!
- Schüssel nimmt "Realitäten nicht mehr zur Kenntnis"
- SP: "VP-'negativ campaigning' hat nicht gewirkt"
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Am Tag nach der Wahl zog die SPÖ eine positive Bilanz über den Präsidentschafts-Wahlkampf. Bundesgeschäftsführer Darabos zeigte sich erfreut, dass das "negativ campaigning" der ÖVP nicht erfolgreich gewesen sei. Seine Kollegin Bures zeigte sich über die zufriedenen ÖVP-Reaktionen überrascht. Bundeskanzler Schüssel (ÖVP) habe "jeden Respekt" vor den Wählern verloren und nehme "Realitäten offenbar nicht mehr zur Kenntnis".
Bures rechnete mit der ÖVP ab: Bei den positiven Reaktionen auf das Abschneiden von Benita Ferrero-Waldner hätten sich wohl viele Fernseh-Zuseher gedacht, "sie sind im falschen Film". Schüssel hätte nach Ansicht Bures' "in sich gehen müssen", um darüber nachzudenken, warum immer mehr Menschen ihm "das Vertrauen entsagen".
Darabos sah die SPÖ mit den Themen Neutralität und soziale Sicherheit richtig positioniert. Genutzt hätte auch, dass sich die FPÖ voll hinter Ferrero-Waldner gestellt habe. Die Regierungsparteien hätten einen Lagerwahlkampf "beinahe provoziert". Die SPÖ könne sich durchaus beim Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider "bedanken". Seine Empfehlung sei zwar nicht wahlentscheidend gewesen, sie habe "aber durchaus einen Anteil am Erfolg von Heinz Fischer", so Darabos.
Ein "Schuss nach hinten" sei die ÖVP-Strategie des "negativ campaigning" gewesen, glaubt Darabos. Es habe ihn "tief betroffen" gemacht, dass "integere" Persönlichkeiten der ÖVP versucht hätten, "Geschichtsklitterung" zu betreiben und Fischer als "Kryptokommunisten" darzustellen. (apa/red)
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