Montag, 26. April 2004

BP-Wahl: FPÖ-Kärnten sieht keine Auswirkungen auf Landeskoalition

  • Strutz ortet Organisationsschwächen bei der SPÖ
  • Bundespräsident müsse "Ressentiments hintanstellen"

Das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl wird aus Sicht der Kärntner Freiheitlichen keine Auswirkung auf die FPÖ-SPÖ-Koalition auf Landesebene haben. Allerdings habe der Sieg Benita Ferrero-Waldners über Heinz Fischer in Kärnten wieder einmal gezeigt, "dass "bei uns die Uhren anders gehen", meinte Landesparteichef Martin Strutz am Montag zur APA.

Das bessere Abschneiden der ÖVP-Kandidatin in Kärnten sei zweifellos auf die indirekte Wahlempfehlung Jörg Haiders und den Einsatz seiner Frau Claudia zurückzuführen.

"Hätten die übrigen Bundesländer so gearbeitet wie die FPÖ-Kärnten, würden wir jetzt die erste Frau als Bundespräsident haben", sagte Strutz. Der SPÖ in Kärnten sei es hingegen nicht gelungen, ihre Wähler zu Gunsten Fischers zu mobilisieren. Dies zeige, dass die Partei über Organisationsschwächen verfüge. Vom neuen Bundespräsidenten erwartet sich Strutz, "gewisse Ressentiments hintanzustellen".(apa/red)

26.4.2004 09:53