FPÖ löst letztes Rätsel vor EU-Wahl: Kronberger steht als Spitzenkandidat fest
- Zwei Sitze sind das angestrebte Ziel
- Großmann geht als Zweiter ins Rennen, Mölzer Dritter
Die FPÖ geht mit dem EU-Abgeordneten Hans Kronberger als Spitzenkandidat in die Europawahl. Darauf hat sich der Parteivorstand festgelegt. Den zweiten Listenplatz nimmt der frühere Kärntner SPÖ-Landesparteisekretär Franz Großmann ein. Nummer 3 ist der frühere Partei-Ideologe und Publizist Andreas Mölzer. Auf den eher chancenlosen weiteren Plätzen folgen die Wiener Landtagsabgeordnete Heike Trammer sowie der frühere Dritte Nationalratspräsident Willi Brauneder.
Kronberger hofft, dass seine Partei bei der EU-Wahl gegenüber den letzten Nationalratswahlen zulegt. Das wären mehr als zehn Prozent und entspräche etwa zwei Sitzen: "Von zwei gehe ich aus. Aber auch ein drittes ist möglich", meinte er nach dem FPÖ-Vorstand. Der FPÖ wird der bisher parteilose Ex-Journalist beitreten: "Ja, warum nicht." Ob sich die Freiheitlichen künftig im EU-Parlament einer Fraktion anschließen werden, ließ Kronberger offen.
Die Parteispitze zeigte sich mit der Nominierung Kronbergers durchaus zufrieden. Die Wahl sei der Partei "relativ leicht gefallen", meinte die geschäftsführende Obfrau Haubner. Der beste Mann der FPÖ in der EU werde an die Spitze gestellt. Parteichef Haupt meinte, Kronberger mit seiner Erfahrung gerade im Umweltbereich sei der richtige Mann für die FPÖ. Und Vizekanzler Gorbach freute sich über einen Helfer im Kampf um den Schutz des österreichischen Wassers.
Nicht mehr auf der Liste scheint Daniela Raschhofer, bisherige Delegationsleiterin der Freiheitlichen, auf. Sie sei von der Landesgruppe Oberösterreich vorgeschlagen worden, habe aber auf eine Nominierung verzichtet, erklärte Haupt. Auch die drei übrigen bisherigen FP-Mandatare sind diesmal nicht mehr dabei. Zwei davon, Gerhard Hager und Peter Sichrovsky, mittlerweile aus der Fraktion ausgeschieden. (apa)










