ÖVP nominierte Stenzel erneut für EU-Wahl: "Höchst bewährte" Spitzenkandidatin

  • Schüssel nannte sieben Mandate als Wahlziel

Ohne Überraschungen präsentierte Parteiobmann Bundeskanzler Schüssel die Kandidatenliste zu den EU-Wahlen am 13. Juni. Die neuerlich nominierte bisherige Delegationsleiterin der ÖVP-Fraktion im EU- Parlament, Ursula Stenzel, sei eine "höchst bewährte und kompetente" Spitzenkandidatin mit einem qualitativ hochwertigem Team, meinte Schüssel.

Als Wahlziel nannte Schüssel sieben Mandate. Stenzel selbst zeigte sich erfreut und meinte, es werde "kein Wahlmarathon, sondern ein Europa-Sprint". Dieser Sprint müsse bei "einem gewissen europäischen Gegenwind gestartet werden. Ich habe keine Scheu vor dem Gegenwind, der belebt die Sinne."

Schüssel hatte zuvor auf die erfolgreiche Arbeit der ÖVP-Fraktion im Europaparlament verwiesen. Es habe sich gezeigt, dass "wir die österreichische Europa-Partei sind". In diesem Zusammenhang verwies der ÖVP-Chef auf die Erfolge in den letzten zehn Jahren und zog eine positive Bilanz. So sei es gelungen, die Übergangsfristen bei der Erweiterung mit sieben Jahren durchzusetzen. Im Bereich Verkehrsinfrastruktur habe man 50 Prozent mehr investiert und auf europäischer Ebene wurde durchgesetzt, dass transeuropäische Netze besondere österreichische Anliegen berücksichtigten. Für die Landwirtschaft sei schließlich die Sicherheit bis 2013 gewährleistet. Die wirtschaftlichen Vorarbeiten seien ebenfalls gut gelaufen und die Steuerreform werde ab Jänner 2005 "spektakuläre Verbesserungen der Standortbedingungen für Österreich bringen".

Von den ersten sieben Kandidaten auf der ÖVP-Liste sind damit sechs "alte bekannte Gesichter", nur mit Richard Seeber, dem Leiter des Verbindungsbüros, gibt es einen neuen Kandidaten. Er löst damit Marilies Flemming ab, die zwar auf der Liste aufscheint, aber auf dem praktisch unwählbaren 11. Rang. (apa)

28.4.2004 13:37
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