Auch Österreich feiert EU-Erweiterung: Zahlreiche Festakte in den Grenzregionen!
- Schüssel traf auf Ungarns Regierungschef Medgyessy
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Auch in Österreich gab es am Samstag aus Anlass der EU-Erweiterung zahlreiche Feiern. Im Retzerland feierte man das Zusammenwachsen der Regionen mit einem gemeinsamen Frühstück mit den tschechischen Nachbarn gefeiert. An der ungarischen Grenze trafen sich zu Mittag Bundeskanzler Schüssel und Ungarns Regierungschef Medgyessy.
Unter den Blicken hunderter Schaulustiger öffneten die beiden Regierungschefs jenes hölzerne Tor an der Grenze in der Nähe von Mörbisch, durch das vor 15 Jahren anlässlich des "Paneuropäischen Picknicks" hunderte DDR-Bürger aus Ungarn nach Österreich geflüchtet waren.
Mit Hinblick auf den "Eisernen Vorhang" sagte Medgyessy, so etwas dürfe "nie wieder vorkommen". Schüssel begrüßte das Nachbarland in der Europäischen Union mit den Worten: "Ungarn willkommen in Europa! Wir freuen uns, dass wir zusammen sind."
Gemeinsam mit Vertretern der Slowakei und Tschechiens feierte der niederösterreichische Landeshauptmann Pröll in Hohenau den 1. Mai. Er sprach anlässlich des Drei-Länder-Tags "Tridentity" von einem historischen Tag für die Menschen, die Regionen und für Europa. "Machen wir das neue Europa zu einem Gegenmodell von Krieg, Terror und Unterdrückung" und "zu dem Friedensprojekt, von dem die Gründungsväter geträumt haben", rief Pröll auf.
In der niederösterreichisch-tschechischen Grenzregion feierte man währenddessen aber auch mit einem gemeinsamen Frühstück. Je 150 Tische hüben und drüben bildeten das "längste Frühstück Europas - zwischen Retz und Znaim", das den Grenzübergang Mitterretzbach- Hnanice in einen Picknick-Platz verwandelte. (APA/red)
