EU-Wahl: Hannes Swoboda wird wieder Spitzenkandidat der SPÖ!
- Mit-Favorit Caspar Einem bleibt Europasprecher
- Swoboda: "Wir wollen natürlich erste sein"
·Swoboda zum 3. Mal im EU-Wahlkampf
SP-Mandatar wurde wichtiger Spieler in Brüssel
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Hannes Swoboda (57) tritt bei der EU-Wahl am 13. Juni als Spitzenkandidat der SPÖ an. Das bestätigte Europasprecher Caspar Einem gegenüber der APA. Swoboda führte bereits bei der ersten EU-Wahl 1996 die SPÖ-Liste an und fungierte auch in der nun zu Ende gehenden Legislaturperiode als Delegationsleiter der SPÖ. Einem selbst, der in den vergangenen Wochen immer wieder neben Swoboda ebenfalls als potenzieller Spitzenkandidat gehandelt worden war, bleibt Europasprecher.
Europasprecher Caspar Einem kündigte an, er selbst werde den Wahlkampf unterstützen. "Perspektivisch" habe man zudem beschlossen, dass es künftig eine enge Kooperation zwischen dem Team, das nach Brüssel entsandt wird, und ihm als Europasprecher geben werde.
"Wir werden gemeinsam versuchen, mehr Verständnis für das Projekt Europa zu gewinnen", so Einem zur APA. "Wir ziehen am selben Strang", so der SPÖ-Europasprecher. Das Ziel sei ein sozialeres Europa, das sich am Wohl der Menschen orientiere.
Einem nicht traurig
Ob er traurig darüber sei, nicht als Spitzenkandidat anzutreten? "Ich habe mich nie darum beworben", betonte Einem. Er wäre allerdings bereit gewesen, "falls dies gewünscht gewesen wäre". Grundsätzlich bevorzuge er es aber, "hier Politik zu machen". Denn: "Ich gehe gerne unter Leute." Und im Kalender eines EU-Abgeordneten seien nur "zwei Wahlkreiswochen im Jahr" vorgesehen.
Erster Platz anvisiert
Als Wahlziel für die EU-Wahl nennt Swoboda das Halten des Mandatsstandes (derzeit sieben). Erschwert wird dies dadurch, dass die Zahl der österreichischen EU-Abgeordneten durch die EU-Erweiterung von 21 auf 18 sinkt. "Bekommen wir sieben Mandate, wie jetzt, ist das ein toller Erfolg. Bekommen wir sechs, ist es immer noch ein Erfolg." Und: "Wir wollen natürlich erste sein."
Ob SPÖ-Europasprecher Caspar Einem ebenfalls an der Spitzenkandidatur interessiert war, könne er nicht beurteilen, betonte Swoboda. Einem habe diese Variante zwar sicherlich als Möglichkeit gesehen, habe in der Besprechung der SPÖ-Spitze am Montag aber nicht in diese Richtung gedrängt. "Das war doch eine eher ruhige Situation."
Keine Angst vor Martin
Vor einer möglichen Kandidatur des ehemaligen SPÖ-Mandatars Hans Peter-Martin mit einer eigenen Liste fürchtet sich Swoboda nicht: "Wir werden unseren Weg gehen. Wir werden uns nicht vor Martin ducken, wir werden aber auch keinen Wahlkampf gegen Martin führen." (apa/red)
