Brand in römischem Luxus-Hotel: Drei Tote und 10 Verletzte!
- Tennis-Star Roddick wurde zum Lebensretter
- Staatsanwaltschaft leitete Untersuchungen ein

Drei Menschen sind bei einem schweren Brand ums Leben gekommen, der in der Nacht auf Samstag in einem römischen Luxushotel unweit von der österreichischen Botschaft ausgebrochen ist. Fünf Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Opfer des Brandes sind ein kanadisches Ehepaar und ein Amerikaner. Die beiden Kanadier im Alter von 63 und 64 Jahren hatten sich im Bad ihres Zimmers eingeschlossen und seien an einer Rauchgasvergiftung gestorben, teilte die Feuerwehr mit. Der 57-jährige US-Bürger versuchte, sich an zusammengeknoteten Leintüchern aus dem Fenster abzuseilen, stürzte jedoch in die Tiefe. Dutzende Gäste des Hotels gerieten in Panik und flohen im Pyjama auf die Straße. Die Feuerwehr brachte über 200 Touristen in Sicherheit - und Tennis-Star Andy Roddick erwies sich als Lebensretter!
Die Staatsanwaltschaft von Rom leitete eine Untersuchung über das Feuer ein. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der Brandherd in einem der Zimmer des zweiten Stockes befand, in dem zwei Amerikanerinnen wohnten, die laut dem Hotelportier kurz vor dem Feuer betrunken in das Hotel zurückgekehrt waren. Die beiden Frauen wurden von der Polizei länger vernommen.
Tennis-Star als Lebensretter
Das Hotel "Parco dei Principi" zählt zu den elegantesten der italienischen Hauptstadt. Darin hielten sich mehrere prominente Gäste auf, u.a. der amerikanische Tennismeister Andy Roddick und der neue griechische Botschafter in Rom.
"Roddick hat Leuten geholfen, aufs Dach zu gelangen", meinte ATP-Kommunikationsdirektor Nicola Arzani in Rom. Von den insgesamt rund 30 Spielern, die im Parco dei Principi untergebracht sind, erlitt niemand Verletzungen. Zwei Spieler, der Italiener Filippo Volandri und der Niederländer Sjeng Schalken, wurden mit Feuerwehr-Kränen aus dem Hotel evakuiert. "Manche Spieler hatten einen argen Schock. Ich weiß, dass Marat Safin, seine Freundin und sein Trainer ziemlich aufgerüttelt waren", berichtete Arzani.
Der ebenfalls in Rom weilende Stefan Koubek wohnt nicht in diesem Hotel, allerdings sein Kollege im "Stall" von Betreuer Günter Bresnik, Sargis Sargsian. "Der 'Satsch' hat von dem Brand, der um ca. 05.00 Uhr ausgebrochen ist, gar nichts mitbekommen und ist erst um 07.00 Uhr aus seinem Zimmer gegangen", berichtete Bresniks Frau Kathi. (apa/red)
