Samstag, 1. Mai 2004

1.Mai in Berlin: 186 Randalierer bei Mai-Krawallen in Kreuzberg festgenommen

  • 200 verletzte Polizisten nach Auseinandersetzungen
  • Auch in Zürich gibt es bei Krawallen vier Verletzte

Bei den Mai-Krawallen in Berlin-Kreuzberg sind nach Angaben der Innenverwaltung 186 Randalierer festgenommen worden. Das waren den Angaben zufolge 57 mehr als noch im Jahr zuvor. Dies sei ein Indiz für die Effektivität, mit die Polizei vorgegangen sei. Allerdings wurden 192 Einsatzkräfte verletzt. Das waren 17 mehr als 2003. Zum ersten Mal seit vielen Jahren sei es gelungen, das Ritual der Gewalt am 1. Mai in Berlin zu durchbrechen, sagte Innensenator Ehrhart Körting (SPD).

Einer der verletzten Polizisten sei von einem Stein am Hals getroffen worden, so dass die Atmung vorübergehend ausgesetzt habe, teilte Körtnig mit. Der Verletzte sei ins Krankenhaus gebracht worden und befinde sich inzwischen auf dem Weg der Besserung.

Auch in Zürich zogen die Behörden Bilanz über die Auseinandersetzungen zwischen radikalen Demonstranten und der Polizei am Rande der Mai-Demonstration. Dort wurden vier Menschen verletzt und 230 Demonstranten festgenommen worden. Nach Polizeiangaben vom Sonntag bewarfen junge Linksradikale die Polizei mit Steinen und Flaschen, schlugen Schaufensterscheiben ein und setzten Abfalleimer in Brand. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Die Situation eskalierte, als eine Gruppe von 50 rechtsextremen Skinheads und Hooligans die linksgerichteten Demonstranten angriff. (apa/red)

1.5.2004 10:31