Freitag, 30. April 2004

Schwarzenegger in Deutschland: Gouverneur "Arnie" bei GIs in Ramstein

  • Gouverneur verurteilte Österreichs Nazi-Vergangenheit
  • Jerusalem: Grundstein für Museum der Toleranz gelegt

Auf dem Heimflug von seiner 1. offiziellen Auslandsreise in Israel machte der kalifornische Gouverneur einen Zwischenstopp in Deutschland: Arnold Schwarzenegger besuchte auf der US-Luftwaffenbasis bei Ramstein in Rheinland-Pfalz GIs. Am Sonntag traf Schwarzenegger in Jerusalem den israelischen Ministerpräsidenten Sharon.

Schwarzenegger hat bei seinem Besuch in Israel die Nazi-Vergangenheit seines Heimatlandes Österreich und jede Form von Rassismus und Antisemitismus verurteilt. Weil Intoleranz und Ignoranz in Österreich zu Gräueltaten und seelischen Qualen geführt hätten, "möchte ich alles tun, was ich kann, um die Toleranz auf der Welt zu fördern", sagte Schwarzenegger am Sonntag in Jerusalem, das er bei seiner ersten Auslandsreise seit seiner Wahl im Oktober besuchte.

Der ehemalige Hollywood-Schauspieler nahm an der Grundsteinlegung des Jerusalemer Museums für Toleranz teil, einem Projekt des Simon-Wiesenthal-Zentrums, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Nazi-Verbrecher aufzuspüren. Schwarzenegger hat das Zentrum mit einer Million Dollar unterstützt und in den vergangenen Jahren für dessen Arbeit Spenden in Millionenhöhe geworben.

Schwarzeneggers Vater war 1939 kurz nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland der Nationalsozialistischen Partei beigetreten und Mitglied der SA-Sturmtruppen. Schwarzenegger hat das Wiesenthal-Zentrum vor rund zehn Jahren gebeten, die Nazi-Vergangenheit seines Vaters zu recherchieren. Dabei wurden keine Belege für mögliche Kriegsverbrechen gefunden. (apa/red)

30.4.2004 16:09