Lynchjustiz: Aufgebrachte peruanische Indianer erschlagen Bürgermeister
- Ortschef weigerte sich, nach Protesten zurück zu treten
- Vorwürfe: Korruption, nicht gehaltene Wahlversprechen
In den peruanischen Anden haben aufgebrachte Indianer in der Nähe des Titicacasees den Bürgermeister der Ortschaft Ilave erschlagen. Danach griffen rund 1.000 Menschen auch noch die Polizeiwache des Ortes an, der rund 910 Kilomeer südöstlich der Hauptstadt Lima liegt.
Der Bürgermeister hatte sich geweigert zurückzutreten, wie Innenminister Fernando Rospiglioso mitteilte. Die Proteste gegen ihn waren rund eine Woche friedlich geblieben.
Die Ureinwohner, die auch aus umliegenden Dörfern kamen, warfen ihm vor, korrupt zu sein und seine Wahlversprechen nicht eingehalten zu haben. Nach unbestätigten Berichten wurden 19 Verwaltungsmitarbeiter als Geiseln genommen. Reporter konnten wegen der Unruhen nicht in die Stadt.
(APA/red)
