Montag, 26. April 2004

Strauß-Prozess: Gericht will auch Auskünfte von CSU!

  • Nach Äußerungen des Waffenlobbyisten Schreiber

Im Steuerstrafprozess gegen den deutschen Politikersohn Max Strauß hat das Landgericht Augsburg seine Beweisaufnahme jetzt auch auf die in Bayern regierende CSU ausgedehnt. Der Gerichtsvorsitzende Richter Maximilian Hofmeister verlas am Montag eine Erklärung, wonach das Gericht ein entsprechendes Auskunftsersuchen an CSU-Generalsekretär Markus Söder gerichtet habe. Das Gericht bat unter anderem um Rechenschaftsberichte, Satzungen und Auskünfte zu Personalien.

Hintergrund sind Äußerungen von Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber, wonach für das Schweizer Schlüsselkonto "Maxwell" die CSU verfügungsberechtigt gewesen sei und nicht Max Strauß. Der Sohn des verstorbenen bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chefs Franz Josef Strauß soll von Schreiber rund 2,6 Millionen Euro an Provisionen auf dieses Konto erhalten und nicht versteuert haben. Max Strauß bestreitet die Vorwürfe. (apa)

26.4.2004 10:37