Triumph für Sozialdemokraten bei Kärntner AK-Wahl: 72% für FSG!
- SPÖ: bestes Ergebnis aller AK-Bundesländer-Wahlen
- Grünen erstmals in der Vollversammlung vertreten
Mit 72 Prozent hat die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen bei der Arbeiterkammerwahl in Kärnten ein Traumergebnis eingefahren. Die FSG gewann 5,6 Prozentpunkte und damit vier Mandate hinzu und erreichte das bisher beste Ergebnis aller Bundesländer bei den AK-Wahlen. Schwere Verluste gab es für den ÖAAB, der ein Minus von 5,2 Prozentpunkten hinnehmen musste und auf 8,3 Prozent kam.
Die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) erreichten 16,2 Prozent, ein Verlust von 2,8 Prozentpunkten. Die Grünen sind mit 3,2 Prozent erstmals in der Vollversammlung mit zwei Sitzen vertreten. Die Wahlbeteiligung betrug in Kärnten 51,15 Prozent (2000: 49,9 Prozent).
AK-Präsident Günther Goach bezeichnete das vorläufige Endergebnis als Bestätigung für gute Arbeit. "Die Kärntner Arbeitnehmer wissen offenbar, bei wem sie auf der sicheren Seite sind", sagte er Donnerstagabend gegenüber der APA. Goach betonte, trotz des Traumergebnisses wolle er die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen suchen.
Die Gründe für die Wahlniederlage von FA und ÖAAB lagen laut Goach in "einer nie dagewesenen Belastungspolitik von ÖVP und FPÖ auf Bundesebene". Die FA mit Spitzenkandidat Sigisbert Dolinschek verlor gegenüber der Wahl im Jahr 2000 zwei Mandate und verfügt künftig nur noch über elf Sitze in der Vollversammlung. Beinahe halbiert wurde die ÖAAB-Fraktion, für die Annemarie Adlassnig als Frontfrau angetreten war. Sie verfügt nur noch über fünf statt wie bisher neun Mandate.
Für den Kärntner SPÖ-Chef Ambrozy ist das Wahlergebnis ein "Megaerfolg" und eine "Rote Karte" für Bundeskanzler Schüssel. FPÖ- Obmann Strutz sprach in einer ersten Reaktion von einem "achtbaren Ergebnis" angesichts der gegebenen Umstände. Enttäuscht war ÖVP-Obmann Martinz, er meinte, "der Wind vom Bund hat uns voll erwischt und umgeblasen".
(apa)
