SOS Mitmensch: Tod Cheibanis wäre
zu verhindern gewesen!
- Bericht über Fixierungsmethoden veröffentlicht
- Beamten waren schlecht informiert
Der Tod von Cheibani Wague hätte verhindert werden können. Diesen Schluss zog die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch aus einem veröffentlichten Bericht des Menschenrechtsbeirates (MRB) zum Einsatz von Fixierungsmethoden.
SOS Mitmensch schloss aus diesem Bericht, dass internationale Erkenntnisse über die Erstickungsgefahr bei Bauchfixierungen bereits im Jahr 2000 per Erlass Eingang in Schulungsmaßnahmen finden hätten sollen. Demnach sei im Fall Wague "dem Phänomen der positionellen Asphyxie in den bisherigen Schulungsmaßnahmen nicht ausreichend Beachtung geschenkt worden", so die Organisation Enede April.
"Der Tod hätte verhindert werden können, wenn den Beamten gelehrt worden wäre, was in internationalen Polizeikreisen seit Jahren Allgemeinwissen war", sagte Philipp Sonderegger von SOS Mitmensch. Bereits im Jahre 1997 habe das "Anti-Folter Komitee des Europarates (CPT)" eine dahingehende Empfehlung an die Mitgliedsstaaten verabschiedet.
(apa/red)
