Donnerstag, 29. April 2004

Giftige Schwammerln: Familie landete nach dem Pilz-Essen im Krankenhaus!

  • Alle sechs Personen sind bereits außer Lebensgefahr
  • Am Speiseplan stand die giftige "Frühjahrs-Lorchel"

Vor einem Monat starb ein Ehepaar, das giftigen Herbstzeitlosenblätter mit Bärlauch verwechselt und gegessen hatten. Jetzt hatte eine Familie und eine befreundete Nachbarin aus Eferding und Leonding in OÖ Riesenglück: Sie aßen giftige Schwammerln! Die "Frühjahrs-Lorchel" löste bei allen sechs Pilzgenießern Durchfall, Gangstörungen und starkes Zittern aus.

Die sechs Personen sind am vergangenen Mittwoch nach dem Verzehr eines giftigen Pilzgerichtes im Linzer Allgemeinen Krankenhauses gelandet. Am Donnerstag waren aber alle sechs Betroffenen bereits wieder außer Lebensgefahr."

Durch die Symptome wie Durchfall, Gangstörungen und starkes Zittern konnte die so genannte "Frühjahrs-Lorchel" mit hoher Wahrscheinlichkeit als Auslöser der Vergiftung eruiert werden und dadurch sehr rasch mit der richtigen Therapie begonnen werden", hieß es am Donnerstag in einer Presseaussendung des AKH.

Gegen 6.00 Uhr wurden zuerst die beiden Großeltern der Familie mit Vergiftungserscheinungen eingeliefert. Im Laufe des Vormittags wurde dann drei weitere Familienmitglieder - ein Ehepaar mit ihrer 16-jährigen Tochter - und eine Nachbarin mit ähnlichen Vergiftungssymptomen auf die interne Abteilung des Krankenhauses eingeliefert. Alle sechs hatten von dem gleichen Pilzgericht gegessen. Als Therapiemaßnahme hätten die Patienten "Leberschutzinfusionen und Gaben von Vitamin B 6" als Gegengift erhalten, so die verantwortlichen Ärzte. (apa/red)

29.4.2004 13:49