Freitag, 23. April 2004

FORMAT stellt regelmäßig neue Reiseziele vor. Diesmal: Venedig mit Dalí-Schau!

  • Für Gourmets: Essen wie die Banker im 'Banco Giro'!
  • Nicht versäumen: Dali-Ausstellung im Palazzo Grassi!

Wie auf den berühmten Dalí-Gemälden mit den zerfließenden Uhren "zerrinnt" in Venedig die Zeit. Denn langweilig wird einem in der Lagunenstadt nie....

Apropos Dalí: Wer etwa jetzt nach Venedig reist (am schnellsten mit Tyrolean), kann sich eine der besten Ausstellungen des surrealistischen Großmeisters anschauen. "I cento anni di Dalí" ist noch bis 31. Jänner im Palazzo Grassi zu begutachten.

Die Quadratur des Kreises
Auch für das leibliche Wohl gibt es in Venedig immer wieder Neues zu entdecken. Am angesagtesten ist derzeit ein von jungen Leuten geführtes sympathisches Lokal, das die Quadratur des Kreises schafft, zwar unweit der Rialtobrücke angesiedelt, aber dennoch völlig untouristisch zu sein. Es heißt Banco Giro und ist über den Campo San Giacomo di Rialto, wo der Markt untergebracht ist, zu erreichen.

Die genaue Adresse lautet Sottoportico del Banco di Giro. Im 16. Jahrhundert trafen sich dort die Kaufleute Venedigs zum "giro": So hieß die Geldüberweisung von einem Konto auf ein anderes. Heute isst man dort zu günstigen Preisen venezianische Kreativküche und trinkt exquisite Weine.

Pasta, insalata mista und fremdsprachige Speisekarten gibt es zwar im Banco Giro nicht, dafür kann man zum Beispiel eines der besten Carpacci der Stadt, (derzeit) hervorragende Spargelgerichte, Lammterrine, Kürbispudding oder exzellenten Branzino verzehren. Die schöne Aussicht ist inklusive: Man sieht entweder vom 1. Stock aus den Canal Grande, oder man bekommt einen Tisch im Freien.

Am günstigsten wohnen kann man privat
Viele Venezianer vermieten, wenn die Touristenlawinen anrollen, ihre Häuser und fliehen aufs Land. Die großen Hotels in Venedig selbst haben das ganze Jahr über "surrealistische" Preise. Dafür kann man in der Vor- oder Nachsaison schon ab 250 Euro pro Nacht im Doppelzimmer in den luxuriösen Herbergen am Lido - dem Des Bains (siehe "Tod in Venedig") oder dem Excelsior - logieren und sich mit dem hoteleigenen Motorboot gratis in die Stadt kutschieren lassen.

(Aus FORMAT 17/2004)

23.4.2004 09:43