Microsoft jammert: EU-Rekord-Bußgeld gefährdet Innovationen!
- Entscheidung der EU schade dem Geschäftsmodell
- Microsoft klagt gegen Strafe beim EuGH
Der weltgrößte Softwarehersteller Microsoft will in einem künftigen Rechtsstreit mit der Europäischen Union anführen, dass das Rekordbußgeld der Kommission gegen das Unternehmen wichtige industrielle Innovationen bedrohe. Zudem ignoriere das Vorgehen der Kommission internationale Standards im Welthandel, hieß es in einem internen Bericht, der unter den Anwälten von Microsoft kursiert.
Die Entscheidung der EU, wonach der Konzern eine wettbewerbsverzerrende Rolle spiele, indem er seiner marktbeherrschenden Stellung bei Betriebssystemen für Personalcomputer missbrauche, schade zudem dem Geschäftsmodell von Microsoft. Die Maßnahmen gegen Microsoft würden einen Präzedenzfall darstellen, hieß es in dem Papier.
Microsoft klagt gegen ein Rekord-Bußgeld der europäischen Kommission von 497,2 Millionen Euro in erster Instanz beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg. Die EU-Behörde entschied im März, dass der weltgrößte Softwarekonzern sein Quasi-Monopol bei Betriebssystemen für Personal Computer ausnutzte und damit EU-Wettbewerbsrecht verletzte. (apa/red)
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