Dienstag, 20. April 2004

Microsoft einigt sich bei Sammelklage mit Kunden aus Minnesota

  • Zahlung "einer Summe in nicht genannter Höhe"
  • Ausnützung der beherrschenden Stellung von Windows

Microsoft hat eine weitere Sammelklage von Privatkunden aus dem US-Bundesstaat Minnesota wegen zu hoher Preise außergerichtlich beigelegt. Der weltgrößte Softwareanbieter einigte sich mit den Kunden mit der Zahlung einer Summe in nicht genannter Höhe, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die Privatkläger warfen dem Unternehmen vor, die Markt beherrschende Stellung seines Betriebssystems Windows ausgenutzt und die Preise in die Höhe getrieben zu haben. Bloomberg zufolge forderten die Kläger 425 Mio. Dollar (353 Mio. Euro) von dem Softwarekonzern. Windows läuft in verschiedenen Versionen auf 95 Prozent aller Personal Computer.

Erst Anfang April hatte Microsoft den Rechtsstreit mit Sun Microsystems mit der Zahlung von zunächst 1,6 Mrd. Dollar beigelegt. Zuvor zahlte das Unternehmen in einem Patentstreit der Firma InterTrust Technologies 440 Mio. Dollar zur Beilegung der Auseinandersetzung.

Ende März hatte die EU-Kommission den Softwaregiganten wegen Markt-Missbrauchs mit einem Rekordstrafe von 497,2 Mio. Euro bestraft. Derzeit sind noch weitere Sammelklagen gegen Microsoft in den US-Bundesstaaten Arizona, Iowa, New Mexico und Wisconsin anhängig. (apa/red)

20.4.2004 11:49