Freitag, 23. April 2004

Highspeed-Surfen via Sat: Breitband jetzt auch in Österreich ohne Kabel und ADSL

  • Web-Zugang wird komplett per Satellit angeboten
  • Von der Internet-Kriechspur auf den Superhighway

Über 500.000 Österreicher surfen via ADSL oder Kabel bereits mit Highspeed im Netz der Netze. Allerdings: Abseits der Ballungsräume sieht es noch eher mau aus. Wo sich Highspeed-Anschlüsse für Telekom Austria, alternative Netzbetreiber oder Kabel-TV-Gesellschaften mangels Teilnehmerzahl nicht rechnen, konnte man bisher nur über analoge Modems surfen. Top-Speed: 56 Kilobit/Sekunde bei Downloads, 33,6 Kilobit/Sekunde beim Verschicken von Daten.

Hausbesitzer in „Einschicht-Lage“ haben jetzt allerdings die Möglichkeit, von der Internet-Kriechspur auf den WWW-Superhighway zu wechseln. Der Grund: Einer der ganz großen europäischen Internet-Provider, Tiscali, bietet ab Ende April auch bei uns den Highspeed-Internetzugang via Satellit an. Alles, was man dazu benötigt (Spezial-Sat-Spiegel, Sat-Modem, Material), liefert Tiscali und sein Kooperationspartner SOSAT/SONET zum Gesamtpreis von € 1.620,– frei Haus. Vor-Ort-Installation und Anfahrtskosten sind inkludiert, die Hardware geht in den Besitz des Kunden über.

Das Tolle am neuen Tiscali-Angebot: Als Zweiweg-System funktioniert der Internet „Empfang“ auch in Gegenden, in die sich niemals ein Telefon-Bautrupp verirrt hätte. Ein Spezial-Sat-Spiegel mit Sende- und Empfangsteil fordert die gesuchten Webseiten via All von der Tiscali-Bodenstation an. – Und die schickt die Daten mit Highspeed retour.

Blitzschnelles Versenden und Empfangen
Das Versenden der Daten (Upstream) läuft mit 128 Kilobit/Sekunde mehr als flott, die angeforderten Webseiten oder Files flutschen mit 400 Kilobit/Sekunde via Satellit aus dem All (Downstream). Abgesehen von den Installationskosten fallen für die völlig drahtlose Internetversorgung „aus der Luft“ € 96,– pro Monat an. 1,5 GB an Daten-Traffic (für Up- und Download) sind inklusive – wer mehr verbraucht, wird im Interesse der anderen User bis zum nächsten Durchrechnungszeitraum bei der Bandbreite etwas „eingebremst“.

"Normale Schüssel" ist eignet sich nicht
Da im 2-Weg-System die Sat-Schüssel nicht nur Empfänger, sondern auch Sender ist, kommt man um die Basisinvestition von € 1.620,– leider nicht herum. Wer mit dem Gedanken spielt, seine digitaltaugliche Sat-TV-Schüssel auch für den Internetempfang zu verwenden – das funktioniert nicht. Und zwar nicht nur, weil eine normale „TV-Schüssel“ natürlich keinen Sendeteil hat. Tiscali verwendet als Übertragungssatelliten Eutelsats Eurobird (28,5 Grad Ost) – und der steht am Himmel an einer anderen Stelle als die beliebten Astra- TV-Satelliten auf 19,2° Ost.

Noch mehr Infos finden Sie ine E-MEDIA Nr. 09/04!

23.4.2004 12:43