"Wollte nur Ebay testen": Deutscher bot achtjähriges Mädchen im Web zum Kauf an
- Startgebot war ein Euro, Selbstabholung vorgegeben
- Mutter des Kindes wusste von der Auktion Bescheid
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Ein achtjähriges Mädchen wurde auf der Ebay-Plattform im Internet zum Verkauf angeboten. Das teilte die Polizei Traunstein in Bayern mit. Die Kripo konnte nun den Anbieter, einen Mann aus Rheinland-Pfalz, ausfindig machen, schilderte Fritz Braun, Sprecher der Polizei Traunstein. Die Mutter des Kindes wusste Bescheid. Ob der Verkauf ernsthaft beabsichtigt war, ist noch nicht bekannt. Derzeit würden umfangreiche Durchsuchungen laufen, so Braun.
Unter dem Decknamen "abanella" wurde ein achtjähriges Mädchen ("echt") zur Versteigerung angeboten. Als Startgebot wurde ein Euro festgelegt und die Selbstabholung ("kein Versand") vorgegeben. In der Beschreibung des Angebotes wurde darauf hingewiesen, dass "auf ein echtes Kind geboten wird". Dazu war ein Lichtbild eines kleinen Mädchens mit langen lockigen Haaren eingespielt. Im Text wurde das Kind u.a. wie folgt gepriesen: "Man kann mit ihr spielen, sie bei einer Grillparty verspeisen oder sie an Zigeuner verkaufen. Sie ist ein echtes Funktionsspielzeug." Das Angebot war bis zum 24. April 2004 befristet.
Eine entrüstete Frau aus dem Landkreis Mühldorf sah diese Einschaltung und verständigte die Polizei. Die Beamten unterrichteten die Betreiberfirma, die den Beitrag sofort aus dem Netz nahm. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 98 Besucher registriert, wobei es auch drei Anbieter für anfangs 4,50 Euro und letztlich 25,50 Euro für das Mädchen gab.
Der ausgeforschte mutmaßliche Täter gab bei der Einvernahme an, er habe gemeinsam mit der Mutter diese Einschaltung gemacht. Er habe nur Ebay testen und vor allem aufzeigen wollen, was auf dieser Internet-Seite so alles ablaufe, schilderte Braun die Rechtfertigung des Rheinland-Pfälzers. Ob dies nur eine Rechtfertigung sei oder der Wahrheit entspreche, werde derzeit geprüft, so Braun. (apa/red)
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