Mittwoch, 21. April 2004

Phänomen Christl: Das Fräuleinwunder der heimischen Popszene

  • Wie Christina Stürmer in 14 Monaten vom „Starmaniac“ zum
  • Frech, rotzig und selbstbewusst: Warum die 22-Jährige mehr CDs als Britney Spears verkauft.

Die Geschichte liest sich wie ein Popmärchen für Halbwüchsige, dem Faktum, dass sie Realität ist, verdanken wir folgender Erscheinung: Vor vierzehn Monaten begab sich ein androgynes Wesen mit unbeholfenen Bewegungen und schüchternem Lächeln auf die Bühne des ORF-Wettgesangs „Starmania“. Die Stimme hinterließ bleibenden Eindruck in den Ohren der Juroren, dennoch blieb der dazumals 21-jährigen Cantatorin lediglich der zweite Platz hinter einem Herrn namens Michael Tschuggnall.

Doch während fast alle anderen Gesichter umgehend in den ORF-Archiven verschwanden, entpuppte sich Christina Stürmer als mit Abstand effizienteste Tonträgerin in der ganzen langen Reihe temporärer „Starmania“-Hervorbringungen.
Die Vierfachnominierung bei den diesjährigen Amadeus-Awards, bei denen sie am 28. April auch ihre ab Mai erhältliche neue Single „Vorbei“ erstmals live performen wird, krönt sie nun endgültig zur heimischen Pop-Prinzessin. Christl: „Ich bin sehr geehrt und stolz. Sollte ich gewinnen, dann wird ordentlich gefeiert!“

Phänomen. Während die heimische Popszene mit Ausnahme einiger weniger Dinosaurier um ihr artgerechtes Überleben kämpft, behält Christina Stürmer scheinbar ohne Anstrengung den Kopf über Wasser. Und sichert damit sogar Existenzen. Markus Spiegel, seit kurzem Ex-BMG-Chef, bestätigt: „Wenn Christl nicht wäre, müssten einige bei Universal um ihren Job zittern.“

Fakt ist, dass Christina Stürmer derzeit der erfolgreichste heimische Popstar ist. Das Phänomen, kurz rekapituliert:

  • Neo-Ambros. Ihre reflektierende Art – kombiniert mit einer fast unglaubwürdigen Lässigkeit – macht Christina zur vertretbaren Interpretin für alle Altersgruppen. Universal-Chef Hannes Eder resümiert: „Christina ist echt und geerdet. Ihren Fans präsentiert sie sich unaufgeregt und herzlich, andererseits ist sie unangepasst bis desinteressiert, was das High-Society-Gehopse betrifft. Sie bleibt damit authentisch und findet den richtigen Draht zu den Menschen, die auch ihre Musik mögen. Und die True Story ‚Girl von nebenan wird Star‘ hat nie ihren Reiz verloren.“

    Branchenoldie Spiegel zieht einen durchaus ehrenvollen Vergleich: „Sie ist eine Art Neo-Ambros für Frauen. Dank ihrer bodenständigen Art kommt sie sowohl regional als auch im städtischen Raum gut an. Das ist einfach phänomenal!“

    Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS
    PLUS: Christl im NEWS-Interview: „Ob ich Erfolg habe, geht mir am Arsch vorbei!“

    21.4.2004 15:32