Mittwoch, 21. April 2004

Das Beckham-Syndrom: Bewundert, beneidet, betrogen

  • Kidman, Klum, Stone & Co – was treibt die Männer aus den Betten der Sexbomben?

Kaum jemand weiß über das wundersame Balz-, Paarungs- und Trennungsverhalten der großen Tiere besser Bescheid als Helmut Pechlaner. „Selbst die stattlichsten Elchkühe werden von ihren Lebensabschnittspartnern auf kurz oder lang verlassen“, doziert der Direktor des Schönbrunner Zoos.

Die Herren mit den imposanten Geweihen schließen sich den attraktivsten Genossinnen im Gehege an, um sie nach befriedigender Begattung gehörnt zurückzulassen – im Zoo in Hietzing ebenso wie im Affenzirkus von Hollywood, so verlange es das Gesetz der Natur. Denn, so Pechlaner, in jedem Mann, auch im standhaftesten, steckt letztendlich ein Elch, und in jeder Frau, auch in der attraktivsten, steckt letztendlich eine – na ja …

Die Sündenfälle. Selbst wenn sie Victoria Beckham heißt und sich noch ein Kind wünscht, zelebriert ihr Kicker-Gemahl David mit Vorliebe das amouröse Auswärtsmatch; selbst wenn sie Heidi Klum heißt und hochschwanger ist, meldet sich in Samenspender Flavio Briatore nach ein paar Wochen Nestwärme wieder der Brunfthirsch; selbst wenn sie Nicole Kidman heißt und für ihn immerhin Tom Cruise von der Bettkante stieß, zieht Nachfolger Lenny Kravitz nächtens gern ein Penthäusl weiter; selbst wenn sie Barbara Becker (von Boris mit dem Luder aus der Besenkammer betrogen) oder Jerry Hall (von Mick mit einer Dutzendschaft laufstegerprobter Stones-Groupies hintergangen) oder Yvonne Wussow (ausgeknockt von Boxerwitwe Scholz) heißt; ja selbst wenn sie Prinzessin Diana hieß – im royalen Liebesreigen war sie jahrelang die Nummer zwei hinter der resoluten Lady Camilla. Von Altkanzler Viktor Klimas fliegendem Koalitionswechsel von Sonja zu Claudia ganz zu schweigen.

David, Flavio, Boris, Lenny, Charles, Wickerl – alle folgten sie dem Trampelpfad der Elche. Und das, obwohl sie leibhaftig zuhause hatten, was sich Millionen Artgenossen nur an die Innenwand ihre Spinde kleben können.

Die Massenflucht. Ich Traummann, du Sexsymbol – es könnte ja alles so harmonisch sein, wären nicht gerade bei Reich und Schön die Triebe fast immer stärker als die Liebe. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Victoria dem David nicht jeden Tag sagt, wie toll er aussieht und wie gut er Fußball spielt“, analysiert die frisch geschiedene Andrea Fendrich am Beispiel Beckham die Massenflucht aus den Betten der Sexbomben. „Deswegen sucht er die Anerkennung, die er aus seinem öffentlichen Leben gewohnt ist und daheim nicht bekommt, eben lieber bei anderen Frauen.“

Nebenbuhlerinnen, die den Angetrauten in Sachen Sozialprestige und Sexappeal nicht einmal annähernd gleichkommen. Da Babs Becker, dort das Besenkammer-Luder, da the one and only Heidi Klum, dort Laufstegstarlets aus dem Versandhauskatalog, da Nicole Kidman, dort – wie hieß sie doch gleich?

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PLUS: Beckhams: Ehe am Ende oder Zwangs-Happy-End?

21.4.2004 15:22