Mittwoch, 21. April 2004

Reif für die Insel: Rainhard Fendrichs neues Leben in Mallorca

  • Der Sänger zeigt erstmals die Finca, die er jetzt ständig bewohnt. Hier entstand die neue CD „Aufleben“.
  • Ina Nadine Wagler ist die richtige Frau an seiner Seite. Auch seine beiden Söhne Lucas und Florian akzeptieren sie.

Die Geräusche aus der Küche klingen nach Vertrauen und Wohlbefinden. Nach Familie, intakten Verhältnissen, Urlaub wie in der Kindheit. Und doch war das, was hier zu heilen und zusammenzuwachsen scheint, noch vor kurzem einer der heißesten Krisenherde der jüngeren österreichischen Boulevardgeschichte. In der mallorquinischen Finca aus dem 17. Jahrhundert bereiten Rainhard, 49, Lucas, 19, und Florian Fendrich, 13, das Mittagessen zu. „Ich bin“, sagt der Entertainer, der seiner Ehefrau vor Halbjahresfrist unter tumultösen Umständen abhanden kam, „eh mehr großer Bruder als strenger Erzieher, denn die Rolle nimmt mir sowieso keiner ab. Meine Söhne am allerwenigsten.“

Kein strenger Vater. Dabei soll das in die Öffentlichkeit dröhnende eheliche Mediengetöse auch Vater und Söhne entzweit haben. Vor allem der ältere wollte sich nicht in die Situation finden. „Wir haben lange gesprochen, und der Lucas befolgt jetzt sogar meinen Rat, eine professionelle Musikausbildung zu machen. Von Entzweiung kann gar keine Rede sein“, sagt Fendrich sen., während er die Schnitzel routiniert auf die Teller praktiziert.

Weshalb ein Mann seiner Reputation selbst in die Paniermasse langt? „Ich bin als Handyman nicht gerade talentiert, aber ich koch gern für meine Jungs, und nicht einmal so schlecht. Glaub ich zumindest.“

Neuer Lebensmittelpunkt. Für allfälliges Heim- und Gartenwerken würde sich hier ein reiches Betätigungsfeld eröffnen. Das Anwesen ist 3,5 Hektar groß und muss jetzt auf bis vor kurzem ungeahnte Art in Besitz genommen werden: Seit die Häuser bei Wien scheidungsbedingt abhanden gekommen sind, ist hier der Mittelpunkt des Fendrich’schen Lebens und Schaffens. Hier lebt, wenn nicht gerade im Engagement, auch Ina Nadine Wagler, 28. Wenn sie nicht hier ist, reist er
in ihre Heimatstadt Berlin. Alle Beteiligten haben die Situation begriffen und akzeptiert. Andrea Fendrich betritt die Finca nicht mehr.

Die Finca im ruhigen Teil der frequentierten Insel Mallorca zwischen Sóller und Pollensa ist zwar keineswegs in ruinösem Zustand. „Aber“, so Fendrich, „es ist ja trotzdem ein altes Haus. Man muss schon einen Knall haben, sich so eine Hütte, die früher Piraten als Domizil diente, anzuschaffen, weil es ist ein Fass ohne Boden. Es zieht überall rein, manchmal gibt es stundenlang keinen Strom. Aber wenn ich
im Wohnzimmer Mozart auflege, dann überleg ich mir, dass diese Finca schon gestanden ist, da war der gute Wolferl Amadeus noch gar nicht auf der Welt. Und bin wieder zufrieden.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS
PLUS: Fendrich im Interview über Ina, die Söhne und die Versöhnung.
PLUS: Lucas Fendrich über Scheidung, Beruf & Vaters Neue

21.4.2004 14:57