Mittwoch, 21. April 2004

Im NEWS-Gespräch: Welser-Möst über Pläne in Wien und Salzburg

  • Dirigent verlegt Agenden von Zürich nach Wien

Franz Welser-Möst, österreichischer Dirigent von Weltrang und musikalischer Leiter des Cleveland Orchestra, verlegt seine europäischen Agenden vom Opernhaus Zürich an die Wiener Staatsoper. Das erklärt er in der neuen Ausgabe von NEWS. Dort kommentiert er auch Gerüchte, die ihn als neuen Leiter der Salzburger Festspiele ins Gespräch bringen.

Welser-Möst wird demnächst "zumindest" in den Saisonen zwischen 2007 und 2009 seine jahrelange erfolgreiche Tätigkeit an der Zürcher Oper aufgeben. In diesen Saisonen bringt er in Wien Wagners "Ring des Nibelungen" in der ungewöhnlichen Reihenfolge "Walküre", "Siegfried", "Götterdämmerung" und "Rheingold" heraus. Außerdem wird er "Arabella" (Premiere: 2005/06) wieder aufnehmen und mehrere Stücke im Repertoire dirigieren. Musikdirektor wolle er aber nicht sein, da er in Cleveland bis 2012 unterschrieben habe.

"Arabella" wird laut Welser-Möst nun doch nicht von Andrea Breth, sondern von Sven-Eric Bechtolf inszeniert. Ein "Ring"-Regisseur soll bis Sommer gefunden werden.

Für Sommer 2007 - ehe er seine Tätigkeit nach Wien verlagert - gibt er in NEWS einen weiteren spektakulären Plan bekannt: Er wird in Zürich mit Hermann Nitsch als Regisseur Schumanns "Faust" herausbringen.

Welser-Möst äußert sich in NEWS auch zu Gerüchten, die ihn als neuen Leiter der Salzburger Festspiele nach 2006 sehen. Prinzipiell verweigere er Spekulationen, solange er nicht angefragt worden sei. Doch die Verantwortlichen müssten sich "sehr schnell" zwischen zwei Modellen entscheiden: Entweder dem derzeitigen Betrieb mit mehr als 300 Aufführungen pro Sommer. "Definiere ich Festspiele im Sinne von Quantität? Dann muss ich in Kauf nehmen, dass nicht jede Aufführung Spitzenqualität haben kann." Für dieses Modell habe er "keine Zeit".

Variante zwei aber lautet: "Höchstmögliche Qualität bei weniger Programm. Das ist meine Definition. Dafür könnte man sicher auch international beschäftigte Künstler ansprechen." Welser-Möst auf die Frage, ob er selbst dafür ansprechbar wäre: "Für Qualität bin ich immer ansprechbar. Und wenn mir jemand die Salzburger Festspiele anbietet, werde ich sehr ernsthaft darüber nachdenken."

Die komplette Story finden Sie im aktuellen NEWS!

21.4.2004 12:21